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Dibre Emeth · 1865-01-01 · 1-2 (1865) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
21 (1865)
Issue
1-2 (1865)
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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einige wenige ganz kleine Gemeinden. Die Synagogen stehen nicht leer und man muß selbst in Brüssel an einen Neubau in vergrößertem Maßstabe denken. Aus diesen Beispielen kann man sich ein Urtheil bilden." — Hätte Dr. Ph. sich erinnert, was er selbst zwei Jahre früher in seiner Judz. über die Juden in Belgien mitgetheilt, so hätte er schwerlich jetzt ein solches Urtheil gefällt. Denn in Nr. 50 von 1862 sagt er fast wörtlich dasselbe, was jenes „Misstonsblatt" enthält; denn in der angeführten Nr. der Judz. heißt es, wie wir in unserm Blatt von 1863 S. 37 anführten also: „In Folge der hier herrschenden Civilehe, freien Niederlassung und unbegrenzten Freiheit entziehen sich viele Juden dem Gemeindeverband gänzlich, ohne deshalb grade Christen zu sein, denn die belgische Verfassung fragt Niemanden nach seinem Glaubensbekenntniß... Wie nun aber jedes Ding seine zwei Seiten hat, so trägt eben diese Freiheit, so schätzenswerth sie ist, gewaltig dazu bei, der unserer Zeit anhängenden Lauheit, dem religiösen Jndifferentismus Vorschub zu leisten und manchen Israeliten der Gemeinschaft seiner Glaubensgenossen zu entziehen... Der Tempel ist während des ganzen Jahres fast verlassen." Soll nun, wie Dr. PH. in Nr. 39 seiner Judz. von 1864 sagt, in jener Mittheilung des MisstonsblatteS „alles unwahr" sein, so steht doch diese Unwahrheit zu allererst in feinem eigenen Blatt. Herr Ph. wollte aber grade wieder einmal einen recht gehörigen Stein gegen die Mission und das Christenthum schleudern; aber, leider, ist der Stein nur aus ihn selbst zurückgefallen und hat ihn beschädigt; denn das Siegel der Unwahrheit, das er dem christlichen Blatte aufdrücken wollte, hat er aus Versehen seiner eigenen Judz. um so kräftiger eingeprägt. In Nr. 42 derselben Judz. ist eine „Privatmittheilung" aus „Brüssel" enthalten, die noch gewaltiger auf „den frommen Missionär" losschlagen soll, die aber auch offenbar vielmehr eine Bestätigung als Widerlegung dessen ist, was in dem „Kirchenblatt" aus Nördlingen steht. Jene Privatmittheilung lautet also: „Sie haben, geehrter Herr Redacteur, in der letzten Nummer der Allg. Zeit, des Judenth. die lügenhaften Bemerkungen eines gewissen deutschen Kirchenblattes über die jüdischen Verhältnisse in Belgien gebührend zurückgewiesen. Wir sind Ihnen dafür Dank schul-

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