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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 11-12 (1864) · page 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
11-12 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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191 und ach! ausgerufen habe." Peter Beer führt aber nicht nur selbst diese und andere Beispiele an, die Ungeheuerliches bezeichnen; sondern nachdem er S. 268 bemerkt hat: „der zweite Theil des Talmuds bestehet in Hagadoth, Sagen oder Legenden, und in Midraschim oder Anwendungen der Schriftterte auf die Moral," heißt es: „Ueber den Werth der Hagadoth sind selbst die Meinungen d Talmudisten verschieden. Im Traktat Sopherim heißt es: die Hagadoth sind nicht werth, daß man sie ausschreibt. Im Traktat Masseroth ist auch R. Seira wider die Bücher derHagadah und nennt sie Zauberbücher. R. Chiia sah die Bücher der Hagadah und sagte: der Schreiber verdient, daß man ihm die Hand abhaue." Dann fährt Peter Beer fort: „An andern Stellen findet man das Gegentheil und sie werden mit großem Lobe erwähnt. Auch die spätem Rabbinen haben davon verschiedene Ansichten." Nach Anführung der Meinung des R. Moses Maimonides S. 269 u. s. w. (der sagt, daß es „über die Worte in der Hagadoth drei verschiedene Meinungen gebe") und des Urtheils von Salomon Maimon S. 275, (der trotz aller Bemühungen den Talmud gegen Eisenmenger zurechtfertigen, doch „rabbinischeAusschweifungen" zugesteht und nach S. 277 bekennt: „ich habe die Mißbräuche der Rabbinen in Ansehung der Religion ohne alle Parteilichkeit aufgedeckt) und nach Anführung eines Briefes von Herder S. 285 rc. — welche Anführungen doch lauter Zeugnisse für die Reinheit des Talmuds sein sollen — muß P. Beer zum Schluß seines Artikels über den Talmud doch sagen: „Wir wollen zugeben, daß im Talmud Stellen sich finden, die äußerst parador scheinen; Stellen, die in einer so sehr entfernten Zeit und in einem Clima geschrieben sind, welche wir schlechterdings zu enträthseln nicht im Stande sind, und deren neuere gezwungene und gleichsam mit Keulen hineingetriebene Erklärungen noch absurder als die zu erklärenden Aufgaben selbst sind." S. 294. Ferner: „Wahr ist es auch, daß im Talmud mehrere Stellen sich finden, die in der Diktion für das moralische Ohr sehr anstößig sind, . . . daß auch Manches darin vorkömmt, welches den Werth der Aufbewahrung nicht verdient; auch darin Stellen sich finden, die weder mit der Weltgeschichte, noch mit der

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