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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 11-12 (1864) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
11-12 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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185 Welt der Völker hinaustraten," hätten von der Idee eines persönlichen MesstaS abgelassen und wieder allein die Idee der messtanischen Zeit festgehalten" — der ist wahrlich in einem höchst bedauerlichen und um so traurigeren Zustande, je mehr er sich dabei noch einbildet, das Wort Gottes auf seiner Seite zu haben. Ein solcher Zustand erinnert an die ernsten und schweren Drohworte des Herrn, der durch den Propheten Jeremias Kap. 8, 8—12 also spricht: „Wie möget ihr doch sagen: Wir wissen, was Recht ist, und haben die heilige Schrift vor uns? Ist es.doch eitel Lügen, was die Schriftgelehrten setzen. Darum müssen solche Lehrer zu Schanden, erschreckt und gefangen werden; denn was können sie Gutes lehren, weil sie des Herrn Wort verwerfen?... Beide Priester und Propheten lehren falschen Gottesdienst, und trösten mein Volk in ihrem Unglück, daß sie eS gering achten sollen, und sagen: Friede, Friede! und ist doch nicht Friede. Darum werden sie mit Schanden bestehen, daß sie solche Greuel treiben; wiewohl sie wollen ungeschändet sein, und wollen sich nicht schämen. Darum müssen sie fallen über einen Haufen, und wenn ich sie heimsuchen werde, sollen sie fallen, spricht der Herr." Der Herr erlöse und befreie Israel von solchem verderblichen Unglauben! _ Ist das möglich? Die allg. Zeitg. d. Judenth. bringt in Nr. 21 S. 322 v. Jahre 1864 eine „Privatmittheil." aus „Berlin," die also lautet: „Wir lesen in der Voffischen Zeitg. vom 27. April aus Potsdam: Am 8. d. M. hielt vor einer sehr zahlreichen Versammlung der literarischen Gesellschaft der Rabbiner vr. Tobias Cohn einen sehr interessanten Vortrag über den Talmud. Zufällig wohnte Schreiber dieses der Vorlesung bei und kann nicht unterlassen zu bemerken, daß es zu densehr dankenswerthen Unternehmungen gehört, vor einem gebildeten christlichen Publikum einen Vortrag dieses Inhalts zu halten, der im Stande ist, so viele noch herrschende Vorurtheile zu zerstreuen, dem gebildeten Christen die jüdische Literatur, die jüdische Anschauungsweise näher zu führen und ihn zugleich zu überzeugen, daß von all' den Ungeheuerlichkeiten, Ausschreitungen und was sonst ein vieltau-

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