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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 11-12 (1864) · page 24

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Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
11-12 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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184 Stämme, sich von David und damit zugleich von den Verheißungen lossagten, die dem Hause David's gegeben waren, so sagen sich die heutigen Reformer von dem Hauptsegen deS JudenthumS los und somit von diesem selbst. Ließ sich sonst etwa eine einzelne Stimme der Art vernehmen, wie die jenes Rabbi, der lehrte, Israel habe den Messias schon in den Tagen deS Königs Hiskias genossen: so gelangt jetzt, nachdem „die Juden der neueren Zeit aus ihren engen Ghettis in das große Culturleben der Völker eingetreten" sind, dieser Unglaube immer mehr zur Anerkennung und Herrschaft, und „der Glaube an einen persönlichen Messias schwächt sich ab und erweitert sich zur festen Ueberzeugung." Von „fester Ueberzeugung" kann freilich bei so ungläubigem Widerspruch gegen das Wort GotteS nicht die Rede sein. Die Behauptung einer sogenannten bloßen Mesflasidee mit Verleugnung eines persönlichen Messias ist aber weiter nichts als ein kahler nackter Unglaube. Wir haben in dem Vorhergehenden die von dem Verfasser selbst zur Begründung seiner Meinung angeführten Stellen durchgenommen und gesehen, daß nicht etwa bloß in dreien derselben mit knapper Mühe und Noth eine messianische Persönlichkeit könne entdeckt werden, sondern daß vielmehr in den meisten derselben der persönliche Messias klar und deutlich vor Augen steht. Der Verfasser deutete an, daß er alle messtanischen Stellen angeführt habe; wir haben indeß aus verschiedenen Propheten, den ältesten, älteren und jüngeren, noch mehrere andere Weissagungen namhaft gemacht, die eben so bestimmt eine leibhaftige messianische Person verheißen; es fällt uns aber nicht im Entferntesten ein, meinen zu wollen, wir hätten nun alle Aussprüche, die in der Bibel von diesem Gegenstände handeln, vollständig aufgezählt. Wer nun Angesichts einer solchen Menge von Zeugen und Zeugnissen dennoch den traurigen Muth haben kann, sich selbst und Andere bereden zu wollen, in der ganzen heiligen Schrift werde nur eine „Messiasidee" gelehrt, die ältesten Propheten wüßten nichts von einer Person eines Messias, die älteren hätten wohl etwa in einer oder der andern Stelle von einer „symbolischen Person" geredet, aber die jüngeren, die „aus dem engen Umkreis ihrer Heimath in die große

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