Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 11-12 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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183 mesfianische Person von irgend göttlicher Natur sein, sondern nur von göttlichem Geiste inspirirt sein läßt." Diese Bemerkung macht der Verfasser nach Anführung der beiden Stellen Jes. 9 und 11, die wirklich von einer „messtanischen Person" reden. Es wundert uns eigentlich, daß er diesen Protest gegen die „göttliche Natur" deS Messias beizufügen für nöthig hält. Denn wenn ohngeachtet der zwei oder drei Stellen, die allenfalls für einen persönlichen Messias sprechen könnten, dieselben doch nichts beweisen und entscheiden und mithin doch nur die „Messtaöidee" bleibt, wozu da noch ein Protest gegen „die göttliche Natur" eines Messias? Ist derselbe überhaupt keine Person, so ist er gewiß auch keine göttliche. Aber der Prophet Jesaias bezeugt grade in den vom Verfasser angeführten Stellen Jes. 9 u. 11, daß die mesfianische Person nicht nur von göttlichem Geiste inspirirt, sondern auch wirklich „göttlicher Natur" sei. Unter den Namen, die dort dem Messias beigelegt werden, ist auch im Hebräischen der: Li §ibbor. Luther hat diese beiden Worte mit: „Kraft Held" übersetzt. Daß diese Uebersetzung höchst mangelhaft ist, wird Niemand leugnen. Unser Verfasser übersetzt: „Gottes- Held," was noch mangelhafter ist. Die eigentliche Uebersetzung ist aber, wie auch I)r. Zunz die Worte giebt: „Starker Gott." Derselbe Ausdruck: Li Zidbor kommt auch vor Kap. 19, 81., wo schwerlich Jemand, er sei Jude oder Christ anders übersetzen wird, alS: „Der Ueberrest kehrt zurück zum starken Gott" — so Zunz — oder wie Luther: „'die Uebrigen werden sich bekehren zu Gott dem Starken." Wenn also „die messtanische Person" „starker Gott" genannt wird, so ist es wohl auch unleugbar, „daß der Prophet" dieselbe auch „von göttlicher Natur sein läßt." Der folgende Name in derselben Stelle: „Ewig-Vater" — Zunz: „ewiger Vater"—, oder eigentlich: „Vater der Ewigkeit;" den aber unser Verfasser in: „beständiger Vater" verflacht, ist ebenfalls ein Beweis „von der göttlichen Natur" der „messtanischen Person;" denn offenbar wird derselben eine göttliche Eigenschaft, die Ewigkeit beigelegt. — Wir haben oben ebenfalls aus dem ersten Theile Jesaias auch Jes. 4, 2 als eine messtanische Weissagung angeführt. In derselben wird der Messias „Zweig des Herrn" oder „LsmsvdJehovah" genannt.