Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 11-12 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
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181 er soll die Starken zum Raube haben; darum daß er sein Leben in den Tod gegeben hat, und den Uebelthätern gleich gerechnet ist, und Er Vieler Sünde getragen hat, und für die Uebelthäter gebeten." Wenn daher auch in dem ganzen alten Testament nur diese zwei Stelle» Ps. 2, 2 und Dan. 9, 25. 26 enthalten sind, in welche» das Wort Maschiach „die Bedeutung des Messias" unleugbar hat, so genügen uns dieselben eben so hinlänglich, wie den Juden die nur einmal so prägnant vorkommende Stelle: „Höre, Israel, der Herr unser Gott ist ein einiger Herr" genügt, um die Einheit Gottes so gewaltig zu betonen. Unser Verfasser erwähnt S. 253, daß „falsche Messiasse diesen Glauben" an einen persönlichen Messias „ausbeuteten" und sagt, Bar-Kochba und Sabbathai- Z w i haben ihre Namen neben vielen anderen mit dunklen Farben in die Geschichte des jüdischen Stammes eingezeichnet." Soll in diesen Worten irgend ein Beweis liegen für die bloße „Messiasidee," als wäre sie allein begründet, so müssen wir sagen, daß wir in der angeführten Thatsache vielmehr einen Beweis finden für die Wahrheit des persönlichen Messias. Jedermann weiß, daß die Wahrheit eher da war, als die Lüge, der wahre Gott früher als die falschen Götter oder Götzen. Zu diesem Grundsätze bekennt sich auch unser Verfasser selbst mit klaren Worten, indem er eben S. 253 sagt: „Wie einst die Prophetie Gelegenheit gab zu einer Unzahl falscher Propheten, von denen in der heiligen Schrift oft genug die Rede, so beuteten auch falsche Messiasse diesen Glauben aus" u. s. w. Das kann doch nicht anders zu verstehen sein, als, die wahre Prophetie war früher als die falsche, die wahren Propheten früher als die falschen. So kann doch auch unmöglich von falschen persönlichen Messtassen die Rede sein — und Bar-Kochba und Sabbathai-Zwi u. s. w. waren doch leibhaftige Persönlichkeiten und nicht bloße fatsche Messiasideen — wenn es keinen echten wahren persönlichen Messias giebt. Ein anderer Punkt, den wir hier noch mit einigen Worten berühren wollen, betrifft die Natur und das Wesen des Messias. Unser Verfasser sagt S. 255: „Wir wollen hervorheben, daß der Prophet weder besondere Wunder hiermit verbindet, noch die