Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 11-12 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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177 Sinne dieser Worte verstanden und geschildert hat." Dieser Satz ist eine reine Tautologie, der, wenn man die Zwischensätze wegläßt, lautet; „Bei JecheSkel findet sich keine Verkündigung, weder auf einenMessias noch auf eine messianische Zeit, im eigentlichen Sinne;" denn es ist einsichtlich, daß der Prophet weder eine messianische Zeit noch einen Messias im wahren Sinne dieser Worte verstanden hat. In den angeführten Stellen (Kap. 34, 23 und 37, 24) ist von einem Knechte David die Rede, der als Hirte, Fürst und König das so lange verwahrloste, zertheilte und zerstreute Israel als Ein Volk weiden und regieren soll. Wer soll dieser David sein, wenn nicht der Messias? Es ist in der That höchst betrübend und schmerzlich» wahrzunehmen, wie groß die Abneigung und Feindschaft unter den heutigen Culturjuden gegen einen persönlichen Messias ist und mit welchem Leichtsinn sie bas Wort Gottes behandeln, um die klarsten Aussprüche desselben zu entkräften. Aber die Propheten haben auch diese traurige Gesinnung verkündet. Endlich kommt der Verfasser aus Maleachi, den letzten der Propheten. „Derselbe," heißt es S.369, spricht weder von einem Messias noch von einer messianischen Zeit" u. s. w. Ist aber dies der Fall, wie der Vers, dies auch schon von Hesekiel behauptete, warum führt er denn doch noch Stellen aus diesen beiden Propheten an und sagt dann, indem er diese Stellen mit inbegriffen sein läßt: „Dies sind die Stellen, welche bei den Propheten die Verkündigung über die Zukunft der Menschheit enthalten." Der Verfasser führt Mal. 3, 1 an: „Siehe ich sende meinen Boten, der bahnt vor mir den Weg; und plötzlich wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr begehrt, und der Bote des Bundes, nach dem ihr verlangt; siehe er kommt, spricht der Ewige der Heerscharen." Dazu bemerkt der Verfasser: „Der Prophet schildere hiernach ein Gericht, das Gott" wegen der Sünden in Juda „vollbringen werde." Aber nach den Worten des Propheten Maleachi ist nicht der Herr Zebaoth selbst der Vollstrecker des Gerichtes, sondern vielmehr „der Herr und Bote des Bundes," dessen Ankunft verkündigt wird; denn V. 2 heißt es ja ausdrücklich: „Wer wird aber den Tag seiner Zukunft erleiden mögen, und wer wird bestehen, wenn er wird erscheinen? Denn er 12