Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 11-12 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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176 als König wohnend und thronend in der Mitte seines Volkes darstellt? Zu dem Zweck, um seine Messtasidee darzuthun oder zu zeigen, daß die Ausbreitung der Gotteserkenntniß unter allen Völkern ohne eine messtanische Person erfolgt, führt der Verfasser auch noch Hab. 2, 13. 14 an, wo die große Verheißung gegeben ist, daß „die Erde voll werden wird von Erkenntniß der Ehre des Herrn, wie Wasser, das daS Meer bedeckt." Wir wollen dazu, da dies die letzte Stelle dieser Art ist, nur bemerken, daß die Zeugnisse der heiligen Schrift daraufhinweisen, von Mose an bis auf den letzten aller Propheten, daß diese Erkenntniß des Herrn nur in der messianifchen Zeit unter den Völkern ausgebreitet wird, d. h. in der Zeit, nachdem der persönliche Messias auf Erden erschienen ist. Dasselbe lehrt auch die Geschichte der letzten 18 Jahrhunderte aufö deutlichste, und Jedermann weiß sehr wohl, daß Jesus Christus das Licht der Heiden eben so ist wie des Volkes Israel, daß nur die Predigt des Evangeliums von Jesu Christo die Finsterniß der Abgötterei und des Heidenthums verscheucht. Dagegen ist es eben so bekannt, daß weder das talmudische noch viel weniger das kaum seit diesem Jahrhunderte datirende Reformjudenthum irgend ein Land, Volk, Stadt oder Dorf vom Götzenthum zur Anbetung des wahren und lebendigen Gottes gebracht hat. Mit den Weissagungen des Propheten Hesekiel setzt sich der Verfasser kurz und bündig also auseinander: „ Bei dem Propheten Jecheskel findet sich keine Verkündigung weder auf einen Messias noch auf eine messianische Zeit im eigentlichen Sinne, und wenn er, der Gefangene in Babylonien, wiederholt über die Wiederherstellung Israels spricht, dieses nach seiner Rückkehr in das heilige Land nicht mehr in zwei Reiche gespalten sein, sondern von einem Könige aus dem davidischen Geschlechte beherrschen läßt (34, 83. 84, wie aus 37 , 88 rc. überklar hervorgeht) und hinzusügt, daß durch dieses Geschehniß der Name Gottes vor dem Angesichte der Völker geheiligt würde und sie die göttliche Wallung und Allmacht erkennen werden (36, 83; 39, 81. 33).. so ist es einstchtlich, daß der Prophet hiermit weder eine messianische Zeit noch einen Messias im wahren L