Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 11-12 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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173 nämlich die gewissen Gnaden Davids. Siehe ich habe ihn den Leuten zum Zeugen gestellt, zum Fürsten und Gebieter den Völkern, „lediglich das Lob des Königs David aussprechen," ist eine zu fade Bemerkung, als daß sie eine Widerlegung verdiene. Dem Propheten Jeremias ergeht es, wie dem Propheten Daniel, d.h. unserVerfaffer macht ihn zu einem Lügner. Nur etwa dretStellen sollen als messtanische Verkündigung gelten. S. 253 heißt es: „Wie Jirmejah alle seine Verkündigungen in einfaches und klares Wort kleidet, so geschieht dies auch hinsichtlich der messtanifchen Zeit. Er sagt hierüber 3, 17: In jener Zeit wird man Jeruschalajim Thron des Ewigen nennen, und versammeln sich dahin alle Völker zum Namen des Ewigen, nach Jeruschalajim, und werden nicht mehr wandeln nach der Verstocktheit ihres bösen Herzens; ebenso 16, 19-21: Ewiger, meine Stärke und meine Veste und meine Zuflucht am Tage der Bedrängniß! zu dir werden Völker kommen von den Enden der Erde und sprechen: Nur Lüge hatten unsere Väter zu eigen, Nichtigkeit, durch die keine Hilfe. Götter soll ein Mensch sich machen? Das sind keine Götter! Darum, stehe, ich mache ihnen diesmal kund, ich mache ihnen kund meine Hand und Allgewalt: sie sollen erkennen, daß mein Name Ewiger ist." — Rach Anführung dieser beiden Stellen folgt aber noch dieser und nur dieser Satz über den Propheten Jeremias: „Von einer messtanifchen Person ist bei ihm nirgends die Rede, wenn er auch 23, 5. 6. und 33,15. ff. über das wiederhergestellte Israel einen König aus dem Geschlechte David's regieren läßt, der Recht und Gerechtigkeit übt im Lande, was zu erklären bei der damaligen Entartung der Königssamilie und den oftmaligen Drohungen, die Jirmejah gegen sie schleudern mußte, für ihn ein Bedürfniß war." — Was heißt nun das anders, als den Propheten des Herrn für einen gemeinen Lügner erklären? Denn anders kann man doch die Worte des Verfassers nicht verstehen. Er sel-st giebt dem Propheten das Zeugntß, daß er „alle seine Verkündigungen in klares Wort kleidet," nun sagt er auch Kap. 23, 5. 6. mit „klaren" dürren Worten: „Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, daß ich dem David ein gerechtes Gewächs erwecken will; und soll ein