Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 11-12 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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170 sind. Die nähere Bestimmung der Person muß also, falls der Name nicht genannt wird, jedesmal aus den ihr beigelegten Eigenschaften entnommen werden." Wenn auch die Septuaginta durch Einschiebung der Worte: „Jakob" und „Israel" das jüdische Volk als den Knecht Jehovas bezeichnet und Raschi dieser Erklärung folgt, so ist die Wahrheit derselben damit noch nicht bewiesen. Gegen diese Erklärung spricht vielmehr, wie auch Hengstenberg I. o. sagt, 1. daß V. 6:'der Knecht Jehovas von dem Volk bestimmt unterschieden wird. Der Knecht des Herrn wird zum Bunde des Volkes gegeben. „Wie kann Jehovah von dem Volk sagen, daß er es zum Vermittler des Bundes mit dem Volke machen werde?" Unser Verfasser hat sich, wie wir angedeutet haben, hier die leider nicht lobenswerthe Unredlichkeit erlaubt, zu übersetzen: „der Völker," damit man nicht an das Volk Israel denken soll; er scheint also diesen Grund selber gekannt und gefühlt zu haben. Denn an einen bloßen Druckfehler ist wohl kaum zu denken. Gegen die Erklärung, Israel sei „der Knecht desHerrn," spricht 2., „daß die Beschreibung des Knechtes Gottes als eines sanstmüthigen, milden, stillen und demüthigen V. 2. 3. in einem grellen Contraste steht gegen dasjenige, was der Prophet sonst über den Charakter und die Sitten des israelitischen Volkes aussagt." Es ist in der That kaum glaublich, daß der Verfasser es mit seiner Behauptung, Israel sei der Knecht Gottes, ernstlich meinen kann. Sollen und können die orthodoxen Juden in seinen Augen dieser Knecht des Herrn sein? Er bezeichnet sie ja nur als Zänker und als die Nachfolger Korah's. Die Chasstdim kann er auch nicht meinen, denn die betrachtet die Judenzeitung, wie wir bei einer frühem Gelegenheit sahen, als gräuliche Zauberer, die von den Regierungen wenigstens des Landes verwiesen, wenn nicht gar auSgerottet werden sollen. Es bleibt mithin nur die sogenannte Reform übrig, und ob diese in ihrem Unglauben, Materialismus und sonstigem Wesen dem Jes. 42, 1—7 bezeichneten Charakter entspricht, kann man ruhig dem Urtheile eines Jeden überlassen. — Wir können in diesem Knechte des Herrn nur den MesstaS erkennen, wie auch die jüdischen Ausleger zum Theil mit so großer Entschiedenheit die messtanische Erklärung festhalten, daß Abarbanel z. B. sagt, wie