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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 11-12 (1864) · page 9

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Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
11-12 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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169 b. i. Kap. 40 —66 geschrieben haben soll. Wir kennen nur Einen JesaiaS, der von Kap. 1—66 redet, und darum lassen wir auch hier die Stellen folgen, die unser Verfasser als dem Jeschajah II. angehörig anführt. Die erste ist Jes. 42, 1—7, die also lautet: „Siehe, mein Knecht, den ich stütze, mein Erkorner, an dem Gefallen meine Seele hat: meinen Geist legte ich auf ihn, das Recht soll er den Völkern bringen. Nicht schreiet er, nicht ruft er laut, läßt draußen seine Stimme nicht vernehmen. Geknicktes Rohr zerbricht er nicht, glimmenden Docht verlöscht er nicht: mit Wahrheit soll das Recht er bringen. Nicht müde wird er, nicht entkräftet, bis daß auf Erden er das Recht gegründet und seiner Lehre die Länder harren. — So spricht der Gott, der Ewige, der die Himmel geschaffen, ste ausgespannt, der die Erde gebreitet mit ihren Sprossen, der Odem giebt dem Volk auf ihr und Geist den auf ihr Wandelnden: Ich, der Ewige, habe dich berufen zum Heile, ich fasse deine Hand, ich wahre dich, ich mache dich zum Bund der Völker (— im Grundiert heißt es: zum Bund des Volkes, die lutherische Uebersetzung sagt: zum Bunde unter das Volk —) zum Lichte der Nationen, blinde Augen zu öffnen, aus dem Kerker Gefangene zu führen, aus dem Hause der Haft, die in Finsterniß wohnen." Zu diesen Worten bemerkt der Verfasser: „Daß der Knecht Gottes kein anderer als das Volk Israel ist, wie schon die Septuaginta und Rasch i richtig sagen (vergl. 41, 8. 9; 43, 10; 44, 1; 45, 4; 49, 3) kann jetzt nicht mehr zweifelhaft sein." Wir müssen uns aber dennoch erlauben, nicht nur unfern großen Zweifel an der Richtigkeit dieser Behauptung auszusprechen, sondern zu erklären, daß nach dem eigenen Zeugniß des Verfassers in seiner „Messtasidee" Israel unmöglich dieser Knecht sein kann. Wir wissen wohl, daß Israel in einigen Stellen der Schrift „Knecht Jehovahs" genannt wird. Aus dieser Benennung selbst kann, wie Hengstenberg z. d. St. S. 236 der Christologie sagt, nichts entschieden werden. „Knecht Jehovas ist ein Jeder, der Jehova als seinen Herrn anerkennt, jeder fromme Verehrer Gottes; dann aber werden besonders diejenigen also genannt, welche ihnen selbst bewußt oder unbewußt von ihm zur Vollführung eines besondern Auftrages in seinen Heilsanstalten berufen

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