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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 11-12 (1864) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
11-12 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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168 nämlich Kap. 4, 2, wo es heißt: „In der Zeit wird des Herrn Zweig lieb und Werth sein und die Frucht der Erde herrlich und schön bei denen, die behalten werden in Israel" u. s. w. Daß dieses Kapitel von der messtanischen Zeit handelt, dürste wohl der Verfasser zugeben. „Der Zweig des Herrn" ist aber, wie auch der chaldäische Paraphrast und Kimchi sagen, der Messtas. In Zes. 11, wo, wie wir bereits sahen, der Verfasser selbst einen persönlichen MesstaS anerkennt, wird derselbe auf ähnliche Weise Reis und Schößling genannt. Jer. 23, 5 heißt er Zweig Davids, Sach. 3, 8 spricht Jehovah: „ich will meinen Knecht Zemach, d. i. Zweig kommen lassen und eben so Kap. 6, 12: „So spricht der Herr Zebaotb: Siehe, es ist ein Mann, der heißt Zeiiiach d. i. Zweig." Hier (Jes. 4.) wäre demnach eine weitere Schilderung der messtanischen Zeit mit einem bestimmten persönlichen Messtas. — Die andere Stelle, an die wir aus dem ersten Theile Jesaias noch erinnern wollen, ist die bekannte Jes. 7,14: „Siehe, eine Jungfrau ist schwanger, und wird einen Sohn gebären, den wird fie heißen Immanuel." Der verheißene Sohn, der geboren werden soll, kann nicht der Sohn einer Prophetin sein, wie ein jüdischer Commentator sagt, denn dieser Sohn heißt „Immanuel" und wird in Kap. 8, 8 als ein Königssohn und König bezeichnet, dem das Land Israel gehört, da es dort heißt: „Sie werden dein Land, o Immanuel, füllen" u.s.w. Es kann aber auch nicht der Sohn Ahas, d. i. Hiskias, sein, wie andere jüdische Commentatoren behaupten, denn Hiskias war zu der Zeit, als sein Vater zur Regierung kam, bereits 9 Jahr alt, wie aus 2. Kön. 16, 2 und Kap. 18, 2 zu ersehen ist. Wir hätten demnach in dem Propheten AmoS, Micha und dem ersten Theile Jesaias bereits mehrere Zeugnisse für einen persönlichen Messtas. Unsers Wissens erzählt der Talmud, der König Manasse habe den Propheten Jesaias zersägen lassen. Diese Erzählung sei nun wahr oder falsch, das aber ist gewiß, wie schon Jemand gesagt hat, daß man in unfern Tagen den Propheten Jesaias in seinen Schriften zersägt. Auch unser Verfasser thut dies, indem er von einem Jeschajah I. und Jeschajah II. spricht, welcher letztere zur Zeit der babylonischen Gefangenschaft „in Babel lebend" den zweiten Theil,

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