Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 11-12 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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167 Ewigen der Heerscharen wird solches ihun. Dann 11, 1—10: Dann geht ein Reis aus Jischais Stamm heraus, ein Sproß aus seinen Wurzeln bricht hervor. Es ruht auf ihm der Geist des Ewigen, der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rathes und der Kraft, der Geist der ErkenNtniß und der Furcht des Ewigen" u. s. w. Wohl meint der Verfasser: „Es kann nicht fraglich sein, daß der Prophet unter diesem Kinde (in Jes. 9) den damals ungefähr 12 Jahr alten Chiskijahu verstanden hat, wie auch Raschi, Kimchi und Abarbanel für den Chiskijahu stimmen, wenn auch Targum den Messias versteht." Za der Verfasser sagt ferner: „Wenn nun allerdings der Zusammenhang lehrt, wie auch hier (Jes. 11) der Prophet auf den jugendlichen Prinzen Chiskijahu blickte, was schon ein Hillel (8aolieärm 98, 2) und Aben- Esra behaupteten: so ist dies doch im Allgemeinen von keiner weiteren Bedeutung, da jedenfalls Jeschajah an diesen beiden Stellen die messiantsche Zeit durch eine von Gott hierzu berufene und ausgerüstete Person herbeigeführt hinstellt." Also mehreren großen jüdischen Commentatoren, und selbst dem „Zusammenhänge" des TerteS entgegen erklärt der Verfasser, daß Jesaias hier „jedenfalls" von einem persönlichen Messias rede. Hier scheint der Verfasser mit dem ersten Theil Jesaias und dem Propheten Micha abzuschließen, wir möchten indeß noch an eine und die andere Stelle in jenen prophetischen Schriften erinnern, die dem Verfasser mit oder ohne Absicht entgangen sein dürste. Micha 5, 1—3 heißt es: „Und du Bethlehem Ephrata, die du klein bist unter den Tausenden in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, welches Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist" u. s. w. Diese Stelle wird, so viel wir wissen, wenn nicht von allen, doch von den meisten jüdischen Commentatoren messtanisch verstanden, und namentlich ist die Persönlichkeit des Messias stark betont, da er als der Herrscher in Israel bezeichnet wird, der, wie es V. 3 heißt, „auftreten und weiden wird in der Kraft des Herrn, und im Siege des Namens seines Gottes, und der herrlich werden wird, so weit die Welt ist." — Aus dem Propheten Jesaia wollen wir nur zwei Stellen erwähnen,