Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 9-10 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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158 ich werde ihn zu vr. Ewald in die „Pilger-Heimath" senden. Wenn ein Fremder ankommt, können wir nicht selbst seine Lage genau untersuchen. Manche Christen werden von forschenden oder bekehrten Juden besucht; erzählt ihnen von der „Pilger-Heimath," schreibt an Dr. Ewald und bezahlt die Reisekosten nach der „Pilger- Heimath;" ist ein solcher Jude in der That begierig die Wahrheit kennen zu lernen, so wird er dort bleiben, man wird sich überzeugen, ob er eS aufrichtig meint, und ist dies der Fall, so wird er für einen oder den andern Beruf erzogen werden .. Diese „Pilger-Heimath" besteht seit 11 Jahren und nicht weniger als 562 Juden haben in dieser Zeit Aufnahme in derselben gefunden; von diesen sind 271 getauft worden. Im letzten Jahre allein wurden 85 ausgenommen, von denen 40 die heilige Taufe erhielten. Dies ist ein viel größerer Erfolg und Ermunterung, als man geneigt sein möchte zu denken.. Manche sagen: „Ihr kauft die Juden, aber was wird nachher aus ihnen?" EineS Tages kommt eine gebildete Jüdin in mein HauS, die mich zu sprechen wünscht. Ich war aber grade nicht zu Hause; sie sprach daher mit meiner Frau und fragte dieselbe: Wie viel pflegen Sie einem Juden oder einer Jüdin zu geben, der oder die sich taufen läßt? Meine Frau natürlich antwortete: auch nicht einen Pfennig. Wir haben es heute aus dem Bericht vernommen, daß die Committe lieber im ganzen Jahre keine einzige Taufe haben will, als daß Ein Jude oder Jüdin kommen und sagen sollte, Eure Gaben haben uns Veranlaßt, uns taufen zu lassen .. Was ist nun aus den Leuten der „Pilger-Heimath," die getauft worden sind, geworden? Einer ist Pastor in Australien, drei sind Missionsgehilfen in verschiedenen Theilen des Continents, drei sind Judenmissionare; drei sind als Bibelleser in London angestellt; drei studiren Theologie auf den Universitäten Englands; eben so viele studiren auf dem Kontinent; Einer ist ein Schullehrer in Deutschland; Einer studirt Medizin; drei find bereits Aerztc; fünf arbeiten in der Anstalt; fünf dienen im Militair; achk sind ausgewandert. Auf diese Weise sind eine Anzahl aus der „Pilgcr-Heimath" hervorgegangen, die jetzt nützlich beschäftigt sind und die Lehre unsers Gottes und Heilandes zieren. Der Redner erzählt dann von einem Proselyten, der nach Amerika