Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 9-10 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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157 nicht unsre Bibeln, aber sie liest uns; die Welt fragt nicht nach unfern Ansichten, aber sie achtet auf unfern Wandel. Darum lasset uns in der Liebe wandeln und GüteS thun, ohne müde zu werden, damit der Herr, wenn er kommt, zu einem Jeden sagen kann: Ei du frommer und getreuer Knecht, gehe ein zu deines Herrn Freude. Der Prediger Herr Patteson hatte die letzte Resolution zü befürworten, dahin lautend: „Daß der Segen, der auf der Mission in London selbst ruht, besonders in Verbindung mit „der Pilger- Heimath" — Wanderers’ home — und die beständige Schwierigkeit, die auf allen unfern Missionsstationen empfunden wird, um für die Forschenden und Bekehrten ein erforderliches Durchkommen zu beschaffen, und der christlichen Kirche die Pflicht zu Gemüthe führen sollte, einige Vorkehrung in dieser Hinsicht zu treffen; und daß die Hilfsgesellschasten in der Provinz bei ihren Jubelgedenktagen diesen Zweck besonders im Auge haben möchten ohne Nachtheil für die gewöhnlichen Beiträge an die Gesellschaft u. s. w. Der übrige Theil der Resolution betrifft nur eine Menge von Personen, denen gedankt wird oder die zu Mitgliedern der Committe ernannt werden. Der Redner will zunächst Einiges über die „Pilger-Heimath " sagen. ES ist rein unmöglich Palestine-Place zu besuchen, die Schulen dort, die Anstalt, dicht dabei die Pilger-Heimath, das HauS des Prediger Herrn Brock und das des vr. Ewald, ohne davon durchdrungen zu'werden , daß der Segen Gottes auf diesem Werke ruht. Als ich nach Palestine-Place kam, glaubte ich wirklich in einem paradisischen Orte dieser Welt zu sein. Es schien mir ein Ort zu sein, wo Ruhe und Stille und Friede wohnt, ein Ort ganz abgesondert von dem übrigen Treiben Londons, wo man Gott ungestört im Geiste und in der Wahrheit anbeten kann. Als ich zu Herrn vr. Ewald kam, fand ich ihn mit Personen aus verschiedenen Gegenden Deutschlands und andern Ländern beschäftigt, er las mit ihnen das WortGotteS. Sie alle wohnen in der „Pilger-Heimath." Ich bekenne, daß oft, wenn ein forschender Jude zu mir gekommen ist, und mich um eine Gabe angesprochen hat, ich einen Betrüger vor mir zu haben fürchtete und ihn daher fort schickte. Aber das will ich nicht mehr thun. Ich werde ihm nichts versprechen, aber