Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1864-01-01 · 9-10 (1864) · page 28

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
9-10 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2554541-2554733-2554739--04190-2560111
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

156 Es ist etwas Anderes auf der Platform stehen und eine Rede halten; wieder ein Anderes eine 5 Pfund-Sterling-Rote zu einem wohlthätigen Zwecke geben, und ein ganz anderes Ding ist es wiederum durch das Urtheil hindurch zu' gehen ein Profelyt zu werden. Eie wissen wenig von dem Kampf, den. der Profelyt in seinem Herzen durchzukämpfen hat. Sie wollen Ihre Theilnahme haben und Theilnahme ist oft viel besser als ein Schilling oder ein Pfund. Sie wollen Liebe, sie wünschen, daß man freundlich mit ihnen spreche und ich kann versichern, daß die Juden für Liebe empfänglich sind. — Der Redner führt dann ein Beispiel an, an dem sich die rechte Herzensänderung zeigt. In dem Hospital der Londoner Universität, sagt er, sah ich eines Tages einen bekehrten Juden auf seinem Sterbebette. Er konnte alles um Christi willen auf- und hingeben. Bei der Art und Weise sich sein Ärod zu erwerben, hätte er am meisten verdienen können, wenn er des Sonntags seinem Erwerbe nachgegangen wäre; aber er gab auch dies auf. In seiner Sterbestunde waren einige seiner jüdischen Verwandten bei ihm , zu denen sprach er über die Kraft Gottes, die er an seinem Herzen erfahren hatte und sagte: „Bedenket, der Unterschied zwischen Euch und mir ist der: wenn Ihr sterbet, so ist Alles lauter Angst, wenn Ihr sterbet, so wähnet Ihr eine Hoffnung zu haben, aber Ihr machet Euren eigenen Tod zur Versöhnung für Euch; aber wenn ich sterbe ober vielmehr entschlafe, so weiß ich, daß mein Erlöser lebt, ich weiß, daß das Wort Gottes in mein Herz geschrieben ist, ich weiß, daß ich vom Tode zum Leben hindurchdringe unv ich nimmermehr sterben werde." DaS, setzte der Redner hinzu, erfreute mein Herz. Einen andern Juden sah ich auf ähnliche Weise sterben, und ich kenne andere Fälle von Juden, die in Hospitälern gestorben sind, und die, wie die Aufwärter erzählten, bezeugten, daß sie sich des Evangeliums von Jesu Christo nicht schämten, denn es habe sich an ihnen bewährt als die Kraft GotteS zur Seligkeit. — Herr Rosenth al erzählt noch eia Beispiel aus dem Leben des Missionars Moffatt von der Kraft deS Wortes GotteS an einer armen Heidin und schließt mit den Worten: Wir können Beiträge zu verschiedenen Gesellschaften geben, aber haben wir uns selbst dem Herrn ergeben? Die Welt liest zwar

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.