Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 9-10 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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155 war grade nicht elegant. Aber wie ist es jetzt? vr. Paper hat in Liebe gearbeitet. Er ist noch dort; aber wie wird er jetzt behandelt? Wenn ich mit ihm durch die Straßen gehe, kommt ihm Jedermann mit einem freundlichen Gruß entgegen; die Juden machen ihn zu ihrem Schiedsrichter, und bedienen sich seines Rathes. Auf andern Stationen habe ich es ähnlich gefunden. Wenn diese Gesellschaft diese zwei Dinge gelhan bat, die Kinder erzogen und einen Geist der Milde in die Herzen der Juden gebracht, dann sage ich, Gott sei Dank für das» was sie gethan hat... — Aber einige Worte über direkte Erfolge. Wir hörten aus dem erfreulichen Berichte, daß Viele aus dem Hause Israel in die Kirche Christi ausgenommen worden seien. Ich gebe gern zu, daß manche traurige Fälle vor» gekommen sind; ich habe selbst dergleichen gekannt. Aber kommen dergleichen nicht überall, in unfern eigenen Familien und Gemeinen vor? Haben wir nicht Personen gefunden, die uns zu großer Hoff» nung berechtigten, die aber später zur Welt gingen? Aber, Gott sei Dank, wir haben auch viele wahre und gesunde Glieder gehabt. Viele von denen, die der Herr aus Israel eingesammelt hat, sind nicht nur gläubig , sondern stehen auch da als Säulen derKirche Gottes, wie z.B.Professor Balagi, der jüdische Proselyt in Pesth und unser hebräischer Bruder in Canada, Dr. Hellmuth. Man lächle und spöttle, wie man will, Tha'.en bleiben Thalen und sind harte Dinge. Wir haben jetzt viele Prediger, die einst den Namen Jesu haßten und verspotteten, ihn aber jetzt anbeten und predigen. — Unser Bruder Stern in Abyssinien leidet jetzt, aber der Herr kann ihn befreien. Er hat sich mit der Mission verbunden und er wird ihr treu bleiben; und er wird vielleicht noch mit dem Apostel Paulus sagen: „Ich lasse Euch aber wissen, liebe Brüder, daß, wie es um mich stehet, das ist nur mehr zur Förderung des Evangelii gerathen." Vor einigen Jahren war ich in Berlin. Täglich wurde ich zu vornehmen Leuten geführt, die im Staate oder in der Kirche hohe Aemter bekleideten und zu Leuten in den verschiedensten Klaffen der Gesellschaft; und wer waren diese Leute? Solche, die einst Jesum verwarfen, ihn aber jetzt lieben, anbeten und ihm dienen. Darüber kann man lachen und spötteln; es ist aber dennoch die Kraft GotteS.