Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 9-10 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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das in alle Welt zerstreute Israel gekommen ist,- und schließt mit einer herzlichen Ermahnung zu ernstem Gebet: Die Kraft deS Herrn ist noch heute dieselbe, wie ehemals; sein Mitleid noch eben so stark; Er wird ohne Zweifel daS Gebet derer erhören, die ihn um Förderung der Judensache anflehen. Vergesset dieselbe nie in Eurem Gebete und helfet immer mehr Steine des Anstoßes aus dem Wege räumen. Aus der nun folgenden Ansprache des Predigers, Herrn Rosen - thal, theilen wir folgendes mit: Als ich in diesen Saal trat und hörte die lieben jüdischen Kinder dieselben Lieder singen, die ich in meiner Kindheit gehört habe, als ich sie singen hörte: Hosianna dem Sohne Davids, wurde ich in meinem Herzen tief ergriffen. Wenn die Gesellschaft weiter Nichts gclhan hätte, als daß sie diese Kinder erzogen hat, so hatte sie Vieles gelhan. Acht hundert unsterbliche Seelen sind in diesen Schulen erzogen worden, von denen Viele die Lehre Jesu Christi ihres Heilandes zieren. — Herr Rosenthal drückt seine Freude aus über die große Theilnahme an der Sache Israels, bedauert die Abwesenheit mancher Herren, und sagt dann, er könne Zeugniß ablegen von der Wichtigkeit des Mtssionswrrkcs unter Israel, da er selbst manche Missionsstationen besucht habe. Ich kann wohl sagen, fährt er fort, und Thatsachen sind hartnäckige Dinge, daß ich in den letzten 20 Jahren eine merkwürdige Veränderung, unter Israel wahrgenommen habe. Diese Gesellschaft ist nur das Werkzeug.. Ich erinnere mich einer Zeit, wo man einen Jubenmisstonar hätte steinigen mögen; ich erinnere mich einer Zeit, wo ein Jude das Buch nicht würde angerührt haben, das man ihm angeboren hätte; ich selbst würbe es nicht angerührt haben. Beim Frühstück diesen Morgen haben Sie gehört, daß die jüdischen Kinder gelehrt werden, den Namen Jesu niemals auszusprechen und daß ihnen Haß gegen diesen JesuSnamen eingeprägt wird. Mir wurde dasselbe gelehrt, und ich glaube, wenn ein Missionar in meines Vaters Haus gekommen wäre, er hinausgeworfen worden wäre. Bor 20 Jahren ging ich nach Frankfurt, als vr. Pop er eben dort stationirt worden war und ich ging mit ihm unter den Juden umher. Sie sahen ihn höchst verdächtig an und die Sprache, die sie führten,