Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1864-01-01 · 9-10 (1864) · page 25

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
9-10 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2554541-2554733-2554739--04187-2560108
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

153 und Latimer und Ridley auf den Scheiterhaufen gegangen wären und die Reformation mit ihrem Blute besiegelt hätten?... Aber Mancher unsrer lächelnden Witzlinge sagt vielleicht: Jeder Eurer ProselyteN kostet je tausend Pfund Sterling, das ist sehr theuer; oder Andere sagen vielleicht: Sie thun mit Ihrer Mission gar kein GuteS; Sie können ja auch gar nicht sagen, daß irgend ein Jude wahrhaft bekehrt ist, denn Alle kommen nur um des Brodö willen. Wenn manche Personen eine solche Sprache hören, so laffen sie ihren Muth sinken. Aber, Freunde, lasset uns unsrer bestimmten Pflicht eingedenk sein, den Seelen unsrer jüdischen Brüder Gutes zu thun. Wir sind im allerhöchsten Sinne des Worts ihre Schuldner. Wir lesen von Tag zu Tage, von Woche zu Woche unsre Bibel, und wenn wir in derselben Trost finden, so lasset uns nicht vergessen, daß Juden, vom Geiste Gottes getrieben, es waren, die diese Bibel geschrieben haben... Freuen wir uns Alle in Jesu Christo, sind unsre Herzen und Affekten auf ihn gerichtet, wie die Magnetnadel sich nach dem Nordpol richtet, und wie die Sonnenblume sich zur Sonne wendet? Dann lasset uns nicht vergessen, daß unser Herr, bei seinem Eintritt in die Welt, von einer jüdischen Jungfrau geboren wurde, daß er während seines Erdenwandels mit den Juden umging und sein Herz besonders für sie schlug. Wenn unsre Gesellschaft keinen einzigen Proselvten als Frucht ihrer Arbeit aufweisen könnte, wenn wir keinen einzigen hätten, der sich Jesu Christi rühmte: so würde unsre Pflicht dieselbe sein, nämlich um der Bibel, um der Predigt des Evangeliums, und um UnserS Herrn Jesu Christi willen zu wirken, um ihnen Gutes zu thun. — Herr Prediger Ryle erinnert dann daran, daß Gott verheißen hat, die zu segnen, die Jerusalem lieben unb ihm GuteS thun. Die Judensache führt nothwendig zur Bibel und zu Jesu Christo unb das kann nur segensreich sein. Er führt, Um dies desto mehr darzuthun, mehrere Beispiele von Personen an, die in den letzten 50 Jahren ein besonderer Segen für die Kirche Englands waren und die sich als Freunde der Judensache auszeichneten. Zuletzt erwähnt der Redner noch, daß die Judensache höchst lehrreich ist; denn sie erinnert uns immer an Israels Sünde, warnt uns vor derselben und der Strafe, die über

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.