Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1864-01-01 · 9-10 (1864) · page 19

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
9-10 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2554541-2554733-2554739--04181-2560102
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

147 fester an dasselbe glauben und es um so sorgfältiger erforschen. Vieles aber geht fort und fort in Erfüllung) ein MehrcreS wird noch künftig feine Erfüllung finden, und wir müssen auf das prophetische Wort des alten Testaments achten als auf ein Licht an einem dunkeln Orte, bis der Morgenstern aufgehe in unserm Herzen... Wir verstehen das neue Testament nur mit Hilfe des alten. Das alte Testament enthält die Vorbilder, verkündigt die großen Geheimnisse und Symbole, die im neuen Testament ihre Erfüllung finden. Waö wissen wir von Opfern, was verstehen wir von der Versöhnung, wie können wir urtheilen über die Kostbarkeit des BluteS, das von aller Sünde reinigt, wie verstehen wir alle dergleichen Ausdrücke des neuen Testaments, wenn uns dieselben nicht im alten Testament durch Beispiele erläutert und verdeutlicht wäre«? Das Opfer des Osterlammes, die Aufrichtung der ehernen Schlange in der Wüste, der Gnadenstuhl , die Blutbesprengung, die Cherubim, die Herrlichkeit, die über den Gnadenstuhl herniederleuchtete, die BundeSlatze, der Mannakrug, der blühende Stab, der in jener geheimnißvoklen Lade ausbewahrt wurde, waren lauter Dinge, die von zukünftigen Gütern redeten. Wir verstehen diese Typen und Schatten nur, wenn wir sie im neuen verdeutlicht und erfüllt sehen. Um den Sinn des GeisteS Gottes im alten Testament zu verstehen, müssen wir den Sinn desselben Geistes im neuen Testament verstehen. Das alte und das neue Testament erklären sich gegenseitig. Wir würden unrecht thun, wenn wir uns zu ausschließlich auf das alte Testament stützten... Christus ist der Erste und Letzte. Die Sonne der Gerechtigkeit warf zuerst ihre Strahlen über die Welt hin, auf welcher sie aufgehen wollte und bei dem vollen Aufgehen goß sie eine Fluch von Herrlichkeit und Pracht auf die erlöste Welt.... Wer daher das göttliche Ansehen Moses und der Propheten in Zweifel stellt, muß folgerichtig dasselbe auch thun in Bezug auf Christum und seine Apostel. — Zum Schluß seiner Rede sagtHerrPrediger Stowell: Ein Reisender, der unlängst Jerusalem besuchte, erzählte mir eine merkwürdige Eigenthümlichkeit, die man rings um jene Stadt herum wahrnehmen könne; nämlich die, daß es dort große Weingärten und angebaute Felder giebt. Die Wirkung dieser Cultur zeigt 10*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.