Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 9-10 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2554541-2554733-2554739--04180-2560101- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
_146 Gott gebe, daß eS besser um ihn steht, als wir besorgen. Diese Angelegenheit bewegt mich tief; denn Sie wissen, daß vor Einem oder zwei Jahren ich von dieser Stelle aus die Gesellschaft aufforderte, die Judenmisston in Abyssinien kräftiger zu betreiben. In Folge dessen wurde der theure Herr Stern abgesandt. Jetzt sind wir in der größten Besorgniß um ihn; ich kann aber die Versicherung gehen, daß alles Mögliche geschieht, um Herrn Stern's Befreiung aus dem Gefängniß zu bewirken. Erst vor einigen Tagen übergab ich an Lord Rüssel einen Brief von Madame Stern an Ihre Majestät die Königin (von England), der die Bitte enthält, Ihre Majestät möge sich doch mit einem eigenhändigen Briefe bei dem Könige von Abyssinien verwenden. Möge der Herr seinen Segen zu diesen Bemühungen geben! — Schließlich erwähnt der Präsident noch auf eine höchst rühmliche Weise des im Laufe deS Jahres selig Heimgegangenen vr. M'Caul. Der Prediger Herr Stowell beantragte die erste Resolution dahin lautend: „Daß der Bericht, von dem ein Auszug vorgelesen worden , angenommen, gedruckt und unter der Leitung der Committe verbreitet werde. Daß, während die Angriffe des Unglaubens gegen daö Wort Gottes fortdauern, der zahlreiche Ankauf des neuen Testamentes von Seiten der Juden, mit dem ausdrücklichen Vorsatz, das wahre Wesen deS Christenthums aus seinen eigenen Quellen kennen zu lernen, ein erfreulicher und ermunternder Beweis ist, daß der Herr in Bezug aufJsrael die Feindschaft der Gegner zum Guten zu lenken weiß." — Ich fühle, daß die Sache Israels und dieser Gesellschaft, die Israel zu segnen wünscht, ein besonderes Interesse hat an den gegenwärtigen Ereignissen, denn unsre Gedanken und Forschungen werden besonders zurückgewiesen auf daS alte Testament, auf die Schriften Moses und der Propheten. Ich fürchte, daß dieser Theil deS Wortes Gottes viel zu wenig studirt wird..., und daß wir für diese Vernachläßigung schwer büßen müssen. Viele haben auS verschiedenen Gründen daS alte Testament als ein längst erfülltes Buch angesehen, das man nun bei Seite legen könne. Daß dasselbe zum Theil in Erfüllung gegangen ist, geben wir gern zu; aber grade weil so Manches vom alten Testament erfüllet ist, sollten wir um so