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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 9-10 (1864) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
9-10 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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145 von Europa, in. Afrika und Palästina. Wir übergehen hier diesen Theil deS Berichts und geben-nur einen Auszug aus den Reden, die am Jahreöfeste gehalten wurden. — Der Präsident in seiner Ansprache .sagte unter Anderem: „Jedes neue Jahresfest bringt mir neue Freude. So interessant diese Versammlung jedesmal gewesen ist, wird sie mit jedem Jahre wichtiger, weil eine jede solche Gelegenheit uns der großen Vollendung näher bringt. Es ist mein inniger Wunsch, daß die am Schluß des Berichts ausgesprochene Hoffnung gegründet sein mag, daß nämlich die letzten Tage vorhanden sind. Gott gebe, daß es so sei und bald ein Ereigniß eintrete, daß dem Zweifel, den Bedrängnissen, den Kämpfen, den Aengsten von innen und außen ein Ende macht, die aber bis dahin die Menschen nur je länger desto mehr erregen werden. Ich betrachte diese Gesellschaft gleichsam als einen verkörperten Protest, als einen lebendigen Beweis gegen den Abfall, Heresie Und die geistige Ungerechtigkeit in unserer Zeit; ich betrachte sie alseinen großen Protest und als einen unwiderlegbaren Beweis gegen die thörichten und gehaltlosen Theorien, gegen die Anmaßung und Unwissenheit derjenigen, die über Prophezeihung nur verächtlich lächeln und die Inspiration in Zweifel ziehen. Die Veröffentlichung dieser Theorien undHeresien erzeugt überallForschung, und Forschung liebe ich. Wenn die Theorien oder Hercsien uns zum heiligen Gottesworte treiben, um zu sehen, ob stch's also verhält, habe ich sie nicht zu fürchten. Dies alte theure Bibelbuch erzählt vom ersten Kapitel des ersten Buches Moses bis zu dem letzten der Offenbarung Johannis seine eigene Geschichte, und je mehr ich diese von der Wissenschaft bestrittenen Punkte studire, desto fester werde ich in meinem Glauben.... Sie sehen z. B. wie jenes gottlose Buch von Renan, das Leben unsers Herrn, so viele jüdische Gemüther veranlaßt hat, den Gegenstand zu untersuchen, so daß sie zur Schrift selbst gegangen sind , um aus derselben die Person kennen zu lernen, die Renan so entstellt hat. Und ich glaube, die Folge wird sein, daß Biele an den Namen dessen glauben werden, den sie zu lästern gelehrt wurden... Ein anderer Punkt, auf den ich Ihre Aufmerksamkeit lenken möchte, ist das traurige Ereigniß mit unserm Freunde Stern.

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