Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 9-10 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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etwa für einen Propheten, und macht er Anspruch auf „den prophetischen Geist, durch den lediglich die MesstaSidee gegeben werden kann," während er doch selbst sagt, daß „nach Maleachi niemand mehr" diesen „Anspruch machen kann?" So scheint es in der That; alle Anderen aber, die etwa noch ein Wort über den Messias sprechen, aber nicht seiner „Idee" beipflichten, sind Zänker, „Nachfolger Korah's." Nachdem der Verfasser sich so mit seinen Gegnern der Gegenwart auseinandergesetzt hat, tritt er seinem eigentlichen Thema näher, nämlich seine „Messtasidee" aus den Propheten zu entwickeln. Er beginnt mit Daniel, den die Juden allgemein nicht unter die Propheten zählen und von dem die Judenzeitung sich nicht scheut zu sagen, er habe sich, „wie die Erulanten in Babel sich so vieles Fremdartigen bemächtigten, auch jeneS^Bild der vier Zeitalter Nach den vier Metallen angeeignet, indem er," wie schon Hesiod, nach ihm Ovid, „das sich immer mehr verschlechternde Menschengeschlecht" als golden, silbern, erzen und eisern darstellcn, „den König Nebucadnezar im Traume vier Weltreiche von Gold, Silber, Kupfer und Eisen sehen läßt." Nach der Judenzeitring hat also Daniel den König Nebucadnezar im Traume vier Weltreiche von Gold 11. s. w. sehen lassen, während Daniel selbst Kap. 2,28 zu Nebucadnezar spricht: „Gott hat dem Könige Nebucadnezar angezeiget, was in künftigen Zeiten geschehen soll;" und er, — Daniel — brachte den Traum nur inö Gedächtniß, in die Erinnerung des Königs zurück und erklärte denselben. Dabei hat sich, wie die Judenzeitung ferner sagt, Daniel Fremdartiges angeeignet Und seine Ideen und Gedanken etwa von dem heidnischen Dichter Hesiod angenommen. Damit macht die Judenzcitung den Propheten Daniel zum elendesten und gemeinsten Lügner und Betrüger. Denn Daniel bezeugt Kap. 2, 16—23 klar und deutlich, daß das, was er dem Könige Nebucadnezar von den vier Weltreichen sagte, nicht heidnische Ideen seien, die er sich angeeignet; sondern göttliche Offenbarung. Als Nebucadnezar alle Weisen zuBabel und so auch Daniel sammt seinen Gesellen Hananja, Misael und Asarja tödten wollte, weil ihm Niemand seinen Traum sagen und deuten konnte, ermahnt Daniel seine drei