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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 9-10 (1864) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
9-10 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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132 Beantwortung deS ersten Theiles der Frage, die, so ernst an und für sich auch zu einer etwas humoristischen Auffassung sich schickt und eignet." — Der Artikel erwähnt dann, ohne sich über die Person des Messias zu äußern, daß nach der Tradition vor der Ankunft deS Messias drei wichtige Ereignisse eintreten." Diese sind: „Alles Seelenleben wird aus Israel schwinden; kein Heller mehr in der Tasche; und endlich erreicht die Unverschämtheit und die Anmaßung den höchsten Grad." So erfreulich es ist, ein entschiedenes Auftreten für die Vertheidigung der biblischen Wahrheit eines persönlichen Messias bei den orthodoren Juden wahrzunehmen, und zugleich auch bei ihnen die Hoffnung auf sein Kommen ausgesprochen zu finden: so traurig ist es doch auch, eine solche jämmerliche Berufung auf die Tradition zu hören, die über die Zeichen der Ankunft des Messias belehren soll. Giebt uns das Wort Gottes keine solche Anweisung, so werden wir sie vergeblich anderwärts suchen; giebt uns aber die heil. Schrift „Ereignisse" an, die uns das nahe bevorstehende Kommen des Messias anzeigen sollen, so müssen wir bei diesen stehen bleiben und auf diese achten; spricht „die Tradition" oder irgend Jemand von selbst ersonnenen Zeichen, so haben wir diese nur für Täuschung, Lüg und Trug zu achten. Welche Begründung haben denn aber jene drei Zeichen in dem Worte Gottes? Ganz und gar keine. Wer steht nicht, um nur von einem „der drei wichtigen Ereignisse" zu sprechen, wie erlogen das Zeichen ist, daß vor der Ankunft des Messias Niemand einen Heller in der Tasche haben werde?! Welche Verblendung gehört dazu, einen solchen Umstand als ein sicheres Zeichen der nahe bevorstehenden Ankunft deö Messias nicht nur hinzustellen, sondern sogar zu behaupten, daß dies Ereigniß grade in unfern Tagen bei Israel vorhanden und eingetreten sei, während man sich zugleich so oft deö großen Wohlstandes rühmt, der bei den Juden unter uns gefunden wird, und der auch bei allem „Schwindel," bei aller „Geldklemme" und obgleich „in vielen Kreisen die Armuth ihre Triumphe feiert," nicht zu leugnen ist. Ist es nicht gradezu lächerlich ein solches Zeichen anzugeben? Denn daß einzelne und mehrere Personen keinen Heller in der Tasche haben, das ist alle Tage der Fall; daß aber alle Menschen, oder

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