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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 7-8 (1864) · page 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
7-8 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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Jahresfest der Londoner Gesellschaft zur Verbreitung des Christenthums unter den Juden. Es ist unfern Lesern aus frühern Mittheilungen bekannt, daß die verschiedenen religiösen Gesellschaften Englands meist im Monat Mai ihre Jahresfeste in London feiern. Von der großen Anzahl dieser Vereine kann man sich einige Vorstellung machen, >venn man bedenkt, daß von Montag, den 9. bis Sonnabend, den 14. Mai die Feier von nicht weniger als 25 solcher Jahresfesten stattfand. ES sind Vereine für innere und äußere Mission; aber alle wirken darauf hin, daß überall, unter Juden, Heiden, Türken und Christen dem Elende, das aus der Sünde entsteht, möge.gesteuert und abgeholsen, dagegen das wahre Wohl für Leib und Seele befördert werden. Um diesen Zweck zu erreichen, lasten es sich alle diese Vereine angelegen sein, die Leute zur Bibel und die Bibel zu den Leuten zu bringen. Die Bibel soll in den Häusern und nicht nur in den Häusern sein, sondern sie soll in die Herzen der Hausbewohner kommen; die biblischen Lehren und Wahrheiten sollen die Regel und Richtschnur des Lebens und Wandels der Menschen sein und werden. Denn davon ist man fest durchdrungen, nur die Bibel zeigt uns Menschen den Weg zum wahren Heil für Zeit und Ewigkeit. — Die Gesellschaft, von deren Jahresfest hier einige Nachricht gegeben werden soll, feierte dasselbe am 6. Mai. Der ganze Raum der großen Exeter-Hall war, wie gewöhnlich, gedrückt voll. Während man sich versammelte, sangen die jüdischen Kinder, die in den beiden Schulen der Gesellschaft in London erzogen werden, mehrere Lieder. Die Feier selbst begann um 11 Uhr unter dem Vorsitze des Presid. Lord Shaftesbury müdem Lesen eines Abschnittes der heiligen Schrift und Gebet, worauf der Secretair der Gesellschaft, Herr Prediger Goodhart den Bericht vorlas. Aus demselben theilen wir hier zunächst den Schluß mit: „Ueberblicken wir das Werk der Gesellschaft während des verflossenen Jahres, so ist der Fortschritt desselben in verschiedenen wichtigen Stücken deutlich zu erkennen. Der Eindruck von der Wahrheit und dem Werth des Christenthums gewinnt je länger desto mehr Boden in dem jüdischen Gemüth; Jgnoriren und Widerstreben ist hier umsonst. Dies tritt besonders deutlich in der Thatsache zu Tage, daß die Juden fortwährend viele Eremplare des Reuen Testaments kaufen, wozu Manche sich grade besonders angetrieben fühlen durch die Verbreitung des bekannten ungläubigen Werkes: „das Leben Jesu," da sie über das angegriffene System zur Klarheit kommen wollen, was keineswegs von ungläubiger Verachtung oder Gleichgültigkeit zeugt. Auch die Zahl der Taufen war im vergangenen Jahre eine beträchtliche. Wegen derselben wurde die Gesellschaft vor einiger Zeit heftig angegriffen, und die jüdischen Blätter durch ganz

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