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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 7-8 (1864) · page 32

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
7-8 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 32)
Language
German
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138 England und auf dem Continent wußten diesen Angriff auszubeuten. Die dort angestellte Berechnung, wie viel ein jeder Proselyt auf den verschiedenen Stationen kostet, enthält aber einen groben Fehler. In jener Angabe giebt sich die grundfalsche Beurtheilung kund, einerseits des Werthes des ungerechtenMammons und andererseits der sterbenden und doch unsterblichen Seele. Mit solcher Unwissenheit noch rechten wollen, wäre hoffnungslos. Wenn wir uns dagegen die Rechnung der Engel aneignen, so wäre die ganze Einnahme unserer Gesellschaft von itzremBestehen an und die SummederRenten alle diese Jahre hindurch, nicht verloren , wenn auch nur die Seele eines einzigen Kindes Abraham gerettet worden wäre. Doch warum verweilen wir vor den Freunden der Gesellschaft bei einem solchen Gegenstände? Darum, weil solche Einwürfe bisweilen still und unbemerkt das Gemüth beeinflussen und die Bemühungen der Wohlthäter unsers Werkes lähmen. Lauigkeit ist uns Allen nur zu eigen, und wo sie sich einschleicht, da ergreift man einen Strohhalm um sie zu rechtfertigen. Die Taufen könnten , wenn es darauf ankäme, leicht verdoppelt und verdreifacht werden, wollten unsre Missionare darauf ausgehen. Ein Auszug aus einem Briese eines Missionars macht dies deutlich. Der Misstionar schreibt: „Wenn Taufen das Kennzeichen des Erfolges wären, so sage ich, daß ich viel mehr Personen hätte taufen können. Aber einzelne Seelen aufzunehmen und fie so zu sagen, wie Treibhauspflanzen zur Taufe zu drängen, würde uns um den Segen Gottes bringen und sicherlich die traurige Folge haben, daß diese Bekenner, wenn die Aufregung nachläßt, abfallen. Die heilige Schrift giebt uns die Anweisung, das Evangelium zu predigen, und dann diejenigen zu taufen, von denen wir die Ueberzeugung haben, daß sie aufrichtig die Taufe begehren. Die allgemeine Erleuchtung der Juden ist ein besserer Probirsteig der treuen Erfüllung unseres Berufs als die Taufe Einzelner, wiewohl andererseits anerkannt werden muß, daß, wenn Viele aufrichtig nach der Taufe verlangen, dies ein Zeichen des Segens Gottes ist, der unser Werk begleitet." Das ist es auch, was wir wünschen; aber gegenwärtig gehen verhältnißmäßig nur Wenige durch die enge Pforte ein; doch thun dies Manche und Viele derselben gewähren Freude, indem sie um Jesu willen Alles für Schaden achten, und Manche sogar, indem sie Alles dahin geben, um nur Christum zu gewinnen. (Fortsetzung folgt.) Dieses Blatt erscheint jährlich in 8 bis 10 Heftchen, zusatnmen 12—14 Bogen, preis für de» Jahrgang 10 Sgr. Zu Commission: Carl Dülser's Buchhandlung in Breslau. Druck von C. H. Storch und Comp, in Breslau.

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