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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 7-8 (1864) · page 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
7-8 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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118 lendung. — Auch Salomo regierte eine lange Zeit, nämlich 40 Jahre, 1 Kön. 11, 42 und in dieser ganzen Zeit herrschte im ganzen Reich Israel Ruhe und Friede, nach dem oben angeführten Wort des Herrn: „Ich will Frieden und Ruhe geben über Israel sein Lebenlang." 1 Chron. 23, 8. Denn was 1. Kön. 2 von Adonia, dem Bruder Salomos, von Joab, dem Feldhauptmann und Simei erzählt wird, die Salomo hinrichten ließ, war durchaus keine Störung der Ruhe. Es kamen in den 40 Jahren weder innere Streitigkeiten noch Kriege mit andern Völkern vor. Salomos Regierung war in der That der Friede. Friede aber ernährt, wie das Sprüchwort sagt und so heißt es von Salomo 2 Chron. 1,14—17: „Salomo sammlet« ihm Wagen und Reuter. Und der König machte des Silbers und des Goldes zu Jerusalem so viel, wie die Steine, und der Cedern wie die Maulbeerbäume in den Gründen. Und man brachte Salomo Rosse aus Egypten und allerlei Waare." Das Reich Salomos stellt einen blühenden Zustand dar, der neben dem Frieden auch an irdischem Glanz und Herrlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Salomos Name war berühmt nicht nur in Israel, sondern auch bei den andern Völkern und ihren Königen. — Eine große und weltberühmte Begebenheit zeichnete noch diese friedliche und glänzende Periode des Salomonischen Reiches aus, das ist der Bau des herrlichen Tempels in Jerusalem. Keine Mühe, keine Kunst, kein Gold und Silber wurde gespart, um das Haus des Herrn aufs prachtvollste herzustellen. Rach sieben Jahren wurde der Bau vollendet und der Tempel feierlich unter herzlichem Gebet Salomos eingeweiht. Wir haben oben gesehen, daß David selbst seine unruhige Regierung in Ps. 2 und 110 als die messianische vorbildend schildert. Der König Salomo hat ebenfalls in einem besondern Psalm, nämlich in dem 72., das liebliche und selige Friedensreich des Messias in Zügen besungen, die er aus seiner eigenen ruhigen und gesegneten Regierung entnommen. Der 45. Psalm, dessen wir oben bei David schon erwähnten, bildet gleichsam einen Uebergang und eine Vermittelung zwischen jenen Psalmen, die den Kampf und Streit des Messias gegen die gottlose Weltmacht beschreiben und dem 72., in welchem der Messias als der große Friedenskönig gefeiert wird.

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