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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 7-8 (1864) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
7-8 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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110 die Ammoniter, Amalekiter und wiederholentlich gegen die Philister, so daß, als er aus Liebe und Dankbarkeit gegen den Herrn, der ihm stets überall den Sieg verliehen und zuletzt Ruhe gegeben hatte von allen seinen Feinden, den sehnlichen Wunsch hegte, ihm ein Haus, einen Tempel zu bauen, der Herr zu ihm sprach: „Du hast viel Blut vergossen und große Kriege geführet, darum sollst du meinem Namen nicht ein Haus bauen." 1. Chron. 23, 8. In diesem fortwährenden Kampfe gegen alle gottlose Macht in Israel und unter den Heiden, die sich gegen David erhob, ist derselbe ein Vorbild auf den Messias, den Gott selbst zum Könige eingesetzet hat und der auch kämpfet und streitet gegen allen gottlosen Andrang, der sich in der Welt wider ihn und sein Reich erhebt, sei es von Heiden oder Juden oder von sogenannten Christen. Zwar meinen heutigen Tages manche Juden, die noch an daS Kommen eines persönlichen Messias glauben, wenn derselbe kommt, so wird er alSbald von Jedermann anerkannt und freudig angenommen werden; aber das ist jedenfalls eine ganz irrige und falsche Meinung. Die Propheten stellen vielmehr das Reich des Messias zunächst dar als im Kampfe gegen die Welt, und den Messias selbst als den rechten Held im Streit, der erst durch viele und gewaltige Kämpfe sein Reich je länger desto mehr befestigt und ausbreitet. In dieser Hinsicht stellt sich David selbst in zweien Psalmen nämlich 2 und 110 als Vorbild des Messias hin, indem er ausgehend von seinen eigenen Erfahrungen, aus seinem eigenen Leben die Züge entlehnt, um sie veredelt und vervollkommnet auf seinen großen Nachfolger zu übertragen. Ganz ähnlichen Inhalts und Charakters ist ein dritter Psalm, nämlich der 45., der in der Ueberschrift ein Brautlied und eine Unterweisung der Kinder Korah genannt wird. Diese drei Psalmen, in denen, wie Hengstenberg zu Psalm 2 sagt, offenbar der Schilderung die Verhältnisse der davidischen Zeit zu Grunde liegen, geben ein eigentliches und wahres Bild von der Herrschaft und Regierung des Messias, wie sie bis jetzt besteht und fortdauern wird, bis er, wie es Jes. 63 heißt, als der gewaltige Keltertreter auftreten wird, um am Tage seiner Rache den großen Kampf mit dem Antichrist und seinem Anhänge zu führen.

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