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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 7-8 (1864) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
7-8 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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108 das Haus JsaiS gesandt wurde, um einen seiner Söhne zum Könige über Israel zu salben, ließ Jsai alle seine sieben Söhne, die zu Hause waren, vor Samuel vorüber gehen; aber bei Jedem derselben sagte Samuel, die Stimme des Herrn in seinem Herzen vernehmend: „Diesen hat der Herr nicht erwählet, diesen hat der Herr auch nicht erwählet, der Herr hat derer keinen erwählet." Zuletzt fragte Samuel: „Sind das die Knaben alle? Jsai aber sprach: Es ist noch übrig der kleinste, und siehe, er hütet der Schafe." Und als dieser Hirtenknabe nach Hause kam und vor Samuel erschien, da sprach der Herr: „Auf und salbe ihn, denn er ist es." Hiermit wurde er denn zu einem höhern Hirtenamte vom Herrn berufen, wie es Ps. 78,70—72 ausgedrückt ist: „Der Herr erwählte seinen Knecht David und nahm ihn von den Schafställen; von den säugenden Schafen holte er ihn, daß er sein Volk Jakob weiden sollte und sein Erbe Israel. Und er weidete sie auch mit aller Treue, und regierte sie mit allem Fleiß." Beiderlei Hirtendienst verwaltete David mit aller Treue, Sorgfalt und Selbstaufopferung. — Als ein solcher treuer Hirte ist er ein liebliches Vorbild auf den Messias, der in den oben angeführten Worten Hcsek. 34 und 37 als ein zweiter David und treuer Hirte verheißen wird. In Jesu Christo haben wir das Gegenbild und die Erfüllung. Er ist der gute Hirte, der wahrlich nicht geringere Treue und Sorgfalt in seinem Hirtenamt bewiesen hat und immerdar beweiset, indem er dem Verirrten und Verlornen nachging und nachgeht, um eS zu suchen nndzuseinerHeerdezubringen; indem er sich seiner Heerde treulich und liebreich annimmt und eines Jeden wartet und pfleget, wie es recht ist. Setzte David sein eigenes Leben in Gefahr, da er dem Löwen und Bären muthig entgegen ging, die in seine Schafheerde einstelen, und dann abermals, da er mit dem frech höhnenden Philister, dem Riesen Goliath, den Zweikampf aufnahm r so hat JesuS Christus, der andere David und gute Hirt, sein Leben nicht zu theuer geachtet, sondern er hat gethan, wie er Joh. 10, 12 selber sagt: „Ich bin der gute Hirte. Ein guter Hirte läßt sein Leben für die Schafe. Und ich lasse mein Leben für die Schafe." Wenn nun auch die Aehnlichkeit zwischen dem Könige David und dem Messias in diesen und anderen Zügen sehr nahe liegt und

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