Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 7-8 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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104 im Geiste erblickt, so reden die Psalmen in froher Entzückung besonders viel von dem Messtas als König, und so weisen die Propheten zum Trost und zur Ermunterung des Volkes immer wieder auf die Zeit hin, in welcher der große und herrliche König austreten und das Regiment führen wird. Wir erinnern nur an Stellen, wie Jes. 9, 6 u. 7, wo der Prophet kaum Worte finden kan», die Freude auszusprechen, die bei der Geburt des Kindes allgemein empfunden wird, dessen Herrschaft ist aus seiner Schulter, dessen Herrschaft groß werden soll, auf dem Stuhl Davids und seinem Königreich; an Jes. 11,1 u. s. w. wo der Sproß in dem Hause Davids beschrieben wird, unter dessen Regierung eine ganz neue Gestalt der Dinge eintreten soll. Aehnlich ist es mit 3er. 23, 5. 6., wo ebenfalls der Messtas als das Gewächs oder als der Sohn und Nachkomme Davids bezeichnet wird, von dem der Prophet sagt: „Und soll ein König sein, der wohl regieren wird und Recht und Gerechtigkeit auf Erden anrichten. Zu derselben Zeit soll Juda geholfen werden und Israel sicher wohnen; und das wird sein Name sein, daß man ihn nennen wird: Herr, der unsere Gerechtigkeit ist." Wir erinnern an Hosea 3, 4. 5, wo dem Zehnstämmereich, dem eigentlichen Israel insonderheit, nach der langen Zeit, in welcher sie ohne König, ohne Fürsten, ohne Opfer, ohne Altar, ohne Ephod und ohne Heiligthum geblieben sind, verheißen wird: „Darnach werden sich die Kinder Israel bekehren, und den Herrn ihren Gott, und ihren König David suchen, und werden den Herrn und seine Gnade ehren in der letzten Zeit;" wir erinnern endlich nur noch an die liebliche Aufforderung des Propheten Sacharins, der Kap. 9, 9 in die Worte ausbricht: „Aber, du Tochter Zion, freue dich sehr, und du Tochter Jerusalem jauchze; siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm'und reitet auf einem Esel und auf einem jungen Füllen der Eselin." — Die Juden bezeichnen daher auch in ihren Gebeten und sonst den erwarteten Erlöser am liebsten und gewöhnlichsten mit dem Namen: Melech Maschiach d. h. der König Messias, oder auch Maschiach ben David d. h. Messias der Sohn Davids. Schon die Benennung Maschiach d. i. Messias, der Gesalbte, weist vorzugsweise auf den Königstitel Hin. Denn wiewohl die Hohenpriester und auch wohl Propheten