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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 7-8 (1864) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
7-8 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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103 lichen Messias nichts Auffallendes; es ist nur ein deutlicher Beweis von der großen Verlegenheit, in der man sich Angesichts der klaren Zeugnisse der heiligen Schrift von dem verheißenen, persönlichen Messias, befindet und von der traurigen Art und Weise, wie man sich aus dieser Verlegenheit ziehen will, da man sich lieber entschließt, die Verheißungen zu nichte zu machen, als den Messias anzunehmen und anzuerkennen, der das unumstößliche Zeugniß und Siegel an sich trägt, der wahre Erlöser zu sein. Jndeß bleibt es dabei: „Ich habe meinen König eingesetzt auf meinen heiligen Berg Zion;" und so lange dies Wort Wahrheit ist, und derjenige, der dies Wort gesprochen, Gott der Herr ist, so lange wird auch sein König, sein Gesalbter auf seinem Throne herrschen und regieren. Wir haben in zwei früheren Artikeln den Messias als den Propheten wie Mosesund als den Hohenpriester nach der WeiseMelchisedechS darzustellen gesucht, oder Moses und Melchisedech als Vorbilder auf den Messias in seiner prophetischen und hohenpriesterlichen Würde; diesmal wollen wir sein königliches Amt ansehen, wie er in demselben von dem Könige David und dem Könige Salomo vorgebildet wird. Wiewohl des prophetischen und auch des hohenpriesterlichen Amtes des Messias in verschiedenen Stellen des alten Testamentes Erwähnung geschieh«, so ist eS doch besonders Eine, in welcher er als der Prophet wie Moses dargestellt wird, nämlich 5. Mos. 18,15—18 und wiederum Eine, die sein Hohespriesterthum nach der Weise Melchisedechs beschreibt, nämlich Psalm 110. Anders ist es aber bei dem königlichen Amte. Hier sind es zwei Könige, deren Regierung sehr von einander verschieden ist und deren Jeder nur Eine Seite der Herrschaft des Messias vorbildet; hier können wir auch nicht auf eine einzelne Stelle Hinweisen, in der uns die königliche Würde desselben gleichsam wie in einem Brennpunkt vorgehalten nnd geschildert wäre, dieser Zeugnisse sind vielmehr sehr viele. Die Königswürde bildet überhaupt im alten Testament de» hervorragendsten Zug an dem Messias. Wie schon der Erzvater Jakob auf seinem Sterbebette sehnsuchtsvoll nach dem Schiloh, dem Helden und Herrscher über die Völker in dem Stamm Juda, den er mit Seepter und Gesetzgebung betraut steht, ausschaut, und ihn also als einen großen König

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