Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 7-8 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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99 «auer auf die antibiblischen Grundsätze und Lehren dieser Herren eingingen, um ihre Tendenz und ihr Treiben in ein helleres Licht zu stellen. Nach unserer Meinung hätte die christliche Theologie wohl längst ihr Jgnoriren des jüdischen Auftretens gegen das Christenthum ausgeben und dieses antichristische Wesen mit den rechten Waffen des Geistes bekämpfen sollen. Um unfern Lesern einen Beweis zu geben, in welchem Sinn und Geist diese neue Zeitschrift zu der christlichen und speciell zu der lutherischen Kirche redet, «heilen wir einen Artikel aus dem ersten Heft mit, der die Ueberschrist trägt: „Pfarrer Löhe gegen die lutherischen Verketzerer der Hoffnung Israels," und also lautet: „Es ist wahrlich nichts Kleines, nichts Leichtes, sondern etwas Großes, etwas Himmlisches, die Juden zu lieben, so wie sie find. Ich bin unter Juden ausgewachsen und habe oft die Missionare zu ihnen begleitet, ihnen zugehört und selbst zuweilen versucht, das göttliche Wort bei ihnen anzubringen. Ich habe gesehen, wie sie Liebesversuche belohnen , was für ein Haß gegen ihren König Jesus, Gottes und Marien Sohn, ihnen einwohnt, und wie abscheulich der Fanatismus sie entstellt. Auch wissen wir ja, wie die Juden durch alle Jahrhunderte die Kirche Gottes behandelten, nicht blos den Haß böser oder verkehrter Christen vergalten, sondern ihn auch hervorriesen und herausbeschworen. ES ist nicht die v olle Wahrheit, wenn man von unserer Schuld gegen Israel redet, auch die Kehrseite ist wahr! Dennoch aber: der Herr ist aus Israel, unser Heil kam von den Juden, — schon diese zwei Sätze reichen hin, unsere Liebesflamme zu erhalten und zu schüren; wir brauchen nicht einmal auf das Ende zu sehen, welches kommen und Israel mit den Heidenchristen vereinigen, jene an die Spitze dieser stellen soll. So oft wir ein Kind Israels sehen, lasset uns daran denken: „„Sie sind seines Geschlechtes."" Unsere Liebe und unser Gebet bleibe Israel um Jesu willen, auch so lange sie blind und boshaft sind. „Fast kann ich es nicht unterlassen, ein wenig mit jenen Lutheranern zu rechten, welche die. Liebe zu Israel verdächtigen, daß sie chiliastisch sei. Die Juden haben eine Decke, die sie am Sehen ins Angesicht Mofis verhindert. Fast scheint es aber, als hättet 7*