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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 7-8 (1864) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
7-8 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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98 eigentlich zu den Christen spricht. Die lutherische Kirche bedarf aber insbesondere solcher Mahn - und Weckstimmen, wie sie in dieser Zeitschrift ertönen, denn dieselbe „hat sich", wie das Vorwort sagt, „in neuerer Zeit von den Schwesterkirchen überflügeln lassen und nur wenig für das heilige Werk gethan, welches sie im vorigen Jahrhunderte eifrig und sich selber zum Segen betrieb. ES hat sich in ihr sogar die Ansicht verbreitet, daß die Mission unter Israel noch nicht an der Zeit oder daß sie überhaupt unnütz und aussichtslos sei.... In unsrer Kirche greift eine Richtung immer weiter um sich, welche/ den Finger auf ein gegen die Anabaptisten gerichtetes Anathem der Augustana drückend, alle Erkenntniß deS prophetischen Wortes, welche Gott der nachreformatorischen Kirche geschenkt hat, «IS chiltastisch und eben damit als ketzerisch brandmarkt." — In diesem Zustande der lutherischen Kirche und in dem der Synagoge, von welcher das Vorwort sagt: „in der Synagoge kommt unS wenig Willigkeit entgegen, irgend welche Selbstbegründung christlichen Glaubens und christlicher Hoffnung prüfend anzuhören" — in diesem Zustande der luth. Kirche und der Synagoge einerseits und in dem klaren und bestimmten Zeugniß der heiligen Schrift andererseits, daß „es dennoch dazu kommen wird, daß Jakob wurzeln und Israel blühen und grünen wird," ist der Titel der Zeitschrift: „Saat auf Hoffnung" begründet, welchen, wiedaS Vorwort sagt, die Herausgeberdarum „gewählt" haben, weil sie sich „keinen eitlen Illusionen hingeben." ES liegen uns die ersten 4 erschienenen Hefte vor und wir können sagen, daß gewiß jeder Freund der Mission unter Israel sich herzlich freuen wird über daS, was ihm hier geboten wird, und eS ist sehr zu wünschen, daß diese „Saat" auch auf viele Herzen Solcher in der christlichen Kirche fallen möge, die noch keinen Sinn für die Mission unter Israel haben. Rur möchten wir uns auch erlauben, zu bemerken, daß wir die Mittheilung des Tagebuchs des Missionars über seine ganz neue Arbeit in Leipzig u. f. w. nicht für gut und zweckmäßig halten können. Dagegen möchten wir dringend wünschen, daß die Artikel, die von den Schriften der Juden, sowohl derer der Reform als der sog.Orthodorie, wie Grätz, Geiger u. f. w. Notiz nehmen, ausführlicher und ge-

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