Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 5-6 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Kirche bekannt geworden find. Einige Jahre verwaltete er das Pfarramt in der Kirche zu St. James, in dem eigentlichen Judenviertel, und theilS auS Achtung für seinen Charakter und Gelehrsamkeit, theils aus Neugierde fanden sich oft Israeliten bei seinen Predigten ein trotz der Opposition vieler ihrer Glaubensgenoffen. Zehn Jahre war er der Direktor des hebräischen Collegiums in Palestine-Place und oft hielt er in den Versammlungen von Zweig- Vereinen tüchtige und kräftige Reden für den Zweck der Gesellschaft." Im Sommer 1841 wurde das Bisthum in Jerusalem gegründet. Der damalige König von Preußen, Friedrich Wilhelm IV., der so lebendigen Antheil än dieser Angelegenheit nahm, hatte bereits früher als Kronprinz Dr. M'Cäul kennen gelernt, ihn auch in Posen predigen hören. Wie sehr Se. Majestät ihn achteten, geht daraus hervor, daß Höchstdieselben wünschten, M'Caul möchte zum Bischof in Jerusalem ernannt werden. Auch die Hochwürdigen Prälaten, der Erzbischof Howlep und der Bischof Blomfield boten vr. M'Caul dieses BiSthum an. Es war daher keine gewöhnliche Selbstverleugnung, diese von solchen Personen ihm angetragene Ehre abzulehnen. Er that es aber nach reiflichem Gebet und Ueberlegung, denn er war der Meinung, daß die Auszeichnung, der erste evangelische Bischof in Jerusalem zu sein, eigentlich einem christlichen Israeliten zukäme, und darum ging sein Wunsch dahin, daß diese Ehre seinem Freunde und Bruder in Christo, Michael Salomo Alexander, damals Professor der hebräischen und rabbinischen Literatur am Kings-College übertragen werde. „Seine offizielle Verbindung mit dem Werke der Londoner Gesellschaft endete, als er vom vorigen Bischof von London zum Pastor an der St. Magnus-Kirche London-Bridge, eingesetzt wurde; er wurde aber zu einem Vice-Präsidenten der Gesellschaft erwählt. — In späteren Jahren wendete er seine Gelehrsamkeit und besonders seine Kenntniß mit dem hebräischen Grundierte der Schrift mit vieler Kraft und Erfolg dazu an, das göttliche Ansehen der heil. Schrift gegen die gemachten Angriffe zu vertheidigen und für den Glauben zu kämpfen, der einmal den Heiligen vorgegeben ist. „In seine Arbeit für die Gesellschaft trat er gleich von vorn