Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 5-6 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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herein mit der vollen Ueberzeugung, haß dies Werk eine von der Schrift gebotene Pflicht und ein hohes Vorrecht sei; und er dürfte wohl der Erste gewesen sein, der eine so klare Einsicht in den Mi» schen Charakter und eine so vollständige Bekanntschaft mit dem Mi» schon Geiste erlabte, die ihn in Stand setzte, jenes MisflonSwerk der christlichen Kirche in dem rechten Lichte vorzustellen und es selbst so erfolgreich zubetreiben. Er war ein gesunder christlicher Theologe, gründlich bekannt mit der rabbinischen Literatur und darum konnte er den Christen ihre Pflicht gegen den Juden «sch der Stellung, die das Wart Gottes dem letztere« anweist« Vorhalten, als auch dem Juden seine schwere Sünde , tatmudische Erfindungen an die Stelle der reinen Md seligmachenden Lehre MosiS und der Propheten zu setzen. „ Sei» Andenken wird noch lange im Segen sortbestehen auch bei vielen »och «nhekehrten Glieder» des Hauses Israel, wie vielmehr bei den Prosekyten und Christen» di« feinen wahren Werth kannten. Die Cammftte muß es dankbar anerkennen» daß er ganz besonders «am Herrn dazu berufe« war, jenes gesegnete Werk zu fördern, das der Herr zu Anfang dieses Jahrhunderts «ysern Väter» ans Herz gelegt hatte» aus Liebe zu dem Samen Abrahams; und während die Eommitte den Heimgang dieses Knechtes Christi registrirt, fühlen sie es als ihre heilige Pflicht, dev Herrn der Ernte ernstlich zu kitten , daß er viele solche Arbeiter in seine Ernte senden möge." Schon i« Warschau hatte sich vr. M'Caul lebhaft für die Errichtung einer. Anstatt mteressirt, in welcher forschende Juden Aufnahme finden u«d auch als Pryftlyten beschäftigt werden könnten, bis st«! sich anderweitig ihren Lebensunterhalt erwerben können. Auch, in London zeigte er. dasielbe Interesse in der Errichtung und dem Gedeihen einer solchen Anstalt. Er kannte die Versuchungen, die viel« Psyselyte» zu bestehe» haben; er wußte» wie Vieles nöthig G, W» ste in Stand zu setzen,. ein Geschäft unter und mit solchen zu beleihen, denen ihre Gewohnheiten und Gefühle ganz fremd geblieben. Md, und mit wahrhaft väterlicher Liebe und Sorgfalt wachte er üben diese und, alle Klaffen forschender und bekehrter Juden. Die letzte seiner Meide«, die er in Missions-Versammlungen gehalten hat , war die am Jahresfeste der Anstatt im Mai 1883.