Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1864-01-01 · 5-6 (1864) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
5-6 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2554541-2554733-2554737--04106-2560025
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

1 74 wünschten, als Glieder in unsre Kirche ausgenommen zu werden. Bisweilen heißt es auch, daß die amerikanischen Missionare oder ihre Bekehrten sie zur Erkenntniß der Wahrheit geführt hätten. Sie gehen, wie sie sagen, zu ihrer Predigt, weil sie die Wahrheit lehren; sie könnten sich aber nicht an sie anschließen, weil sie keinen Bischof und besonders keine Liturgie hätten, Alles hinge nur von einem oder zwei Menschen ab, und darum, sagen sie, könnten ihre «Kirchen keinen Bestand haben u. s. w. Ich bin weit entfernt zu glauben, daß alle ihre Beweggründe lauter sind, wiewohl ich auch fest glaube, daß Viele von ihnen aufrichtige Christen sind. Ich bedaure es sehr, daß diese Leute sich nicht an die amerikanischen Misstonskirchen anschließen, und sich in die geistliche Pflege jener Missionare begeben, die ich für wahre Knechte Gottes halte; aber noch mehr bedaure ich, daß die Missionare sich nicht bemühen, das Episkopat mit einer Liturgie in den östlichen protestantischen Kirchen beizubehalten, da ich überzeugt bin, daß es für den Orient die geeignetste Kirchenverfaffung ist, nicht zu gedenken ihres innern Werthes. Meine Mittel erlauben mir aber nicht in dieses Feld einzutreten über das, waö ich in Diarbekir angefangen habe und was Herr Carabet in Verbindung damit thun kann. Der britische Consul, Herr Taylor, in Diarbekir, ist ein Mitglied von Carabet's Gemeine und ihm eine große Hilfe. Die Errichtung eines Gotteshauses dort ist ein großes Bedürfniß; die armen Leute haben bereits einen Platz dazu gekauft; sie sind aber zu arm, um eine Kirche zu erbauen ohne Hilfe von außerhalb; darum empfehle ich diesen Gegenstand der gütigen und edlen Berücksichtigung der Freunde in England. Abyssinien ist noch immer ein Gegenstand regen Interesses, und gewährt die, wie ich hoffe, -wohlbegründete Erwartung eines glücklichen Fortganges des Werkes des Herrn, das sich von dort bis zu den zahlreichen GallaS und andern Stämmen im Innern Afrikas verbreiten wird. Dieser Brief ist zwar schon ungewöhnlich lang geworden, ich kann aber doch nicht unterlassen, die bisherigen Wege des Herrn mit dem Missionswerke in jenem interessanten Lande als eine Ermunterung zu erwähnen, die unö in der Zukunft noch Größerehoffen läßt. Vor 33 Jahren machte ich die Bekanntschaft des

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.