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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 5-6 (1864) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
5-6 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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kam, war er von Leuten in Diarbekir abgeschickt, mich zu ersuchen, ihnen einen bischöfl. ordinirten Geistlichen zu senden; denn ße wären durch daS Lesen der Schrift zur Erkenntniß der Wahrheit gekommen, und später hätten sie auch das engl. Gebetbuch gelesen, worauf sie sich entschlossen hätten, die armenische Kirche wegen ihrer Jrrthümer zu verlassen und sich an die Kirche von England anzuschließen, die sie aus dem Gebetbuch hätten kennen gelernt. Da ich keine geeignete Person zu schicken hatte und auch besonders den amerikanischen Brüdern nicht in den Weg treten wollte, ermahnte ich die grüen Leute wiederholentlich sich der Seelsorge der amerikanischen Missionare anzuvertrauen. Aber das war umsonst; und wiewohl ich jene Missionare achtete und liebte, deren einige ich seit vielen Jahren zu meinen besten christl. Freunden zählte: so konnte ich doch auch nicht alle Gründe jener Leute verwerfen, um welcher willen sie sich weigerten sich jenen Missionaren anzuschließen. Darum gab ich endlich nach, und auf den Rath der hiesigen Brüder ordinirte ich Carabet und sandte ihn im letzten Frühjahr als Pastor zu jener kleinen Gemeine, und daß er überhaupt in den umliegenden Ländern das Evangelium verkündigen möchte. Auf seinem Wege nach Diarbekir fand er an verschiedenen Orten kleineHäuflein von Protestanten, die sich „Bischöflich" nannten und auch Manche, die er als Pilgrime in Jerusalem hatte kennen gelernt. Sie baten ihn, ihnen zu predigen, das Abendmahl zu reichen und ihre Kinder zu taufen, die nach ihrer Trennung von ihrer früher« Kirche geboren waren. Dies gab ihm Gelegenheit fast täglich zu Versammlungen von bisweilen 2000 bis 3000 Personen zu predigen, ehe er Diarbekir erreichte. Seit jener Zeit habe ich viele Bittschriften von kleinen Gemeinschaften von 200 bis 500 Gliedern erhalten, die mich ersuchen, ihnen Prediger und Lehrer zu senden und sie unter meine Jurisdiction zu nehmen. Bisweilen erhielt ich vier solche Bittschriften in einer Woche, die aus Orten in Ober-Syrien, Assyrien und Kleinasien kamen. Bisweilen erzählen sie, daß Einer oder Mehrere von ihnen durch Carabet in Jerusalem zur Erkenntniß der Wahrheit gekommen seien und diese hätten jene Erkenntniß weiter verbreitet. Bisweilen sagen sie, daß, nachdem sie die Bibel gelesen und unser Gebetbuch gesehen hätten, sie

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