Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1864-01-01 · 5-6 (1864) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
5-6 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2554541-2554733-2554737--04104-2560023
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

T2 Die Committe von St. Chrischona endlich, bei Basel, wurde vor3Jahren durch denBericht über die Ermordung der Christen in Damaskus und am Libanon veranlaßt, ein anderes Asyl sür die unglücklichen Waisen der Getödteten in Jerusalem zu eröffnen. Dasselbe enthält jetzt 3V Waisenknaben, die verschiedene Handwerke erlernen und christlichen Unterricht genießen. Als ich vor 17 Jahren Meine erste Schule in Jerusalem eröffnete, gab es in Palästina nicht eine einzige Schule, die diesen Namen verdient hätte — ausgenommen unter den Muhamedanern —; jetzt haben wir 11 Protestant. Schulen mit durchschnittlich 300 Knaben und Mädchen, außer drei oder 4 andern in Galiläa mit etwa 100 Kindern, im Ganzen also mit 400 muhamedanischen, jüdischen und christlichen Kindern von vielleicht acht Confessionen, die alle von protestantischen Lehrern, die das Wort Gottes herzlich lieben, in diesem Worte treulich unterrichtet werden. Das ist der gegenwärtige Zustand des Werkes der Evangelisation in Palästina, das ich gesucht habe, so treu als möglich darzustellen. Es bleibt mir nur noch übrig, dag jüdische Hospital und das Industrie- Haus der Londoner Gesellschaft zur Verbreitung des Christenthums unter den Juden zu erwähnen , die zwar nichts Neues darbieten, die aber fort und fort ein Segen find, das erste zur Erleichterung der leiblichen Noth der leidenden Juden, die zugleich freundlich eingeladen werden zu Jesu zu kommen, der allein ihre Seelen heilen und retten kann; und das andere für das zeitliche und geistliche Wohl forschenderund jüngst getaufter Juden. Auch haben wir eine Herberge, in welche forschende Juden für den ersten Augenblick ausgenommen werden, bis wir sie genauer kennen lernen, um' zu entscheiden, ob wir sie aufnehmen können oder nicht. Seit fünf Jahren habe ich einen Evangelisten hier in Jerusalem gehalten, Carabet, der fast ausschließlich unter den griechischen und armenischen Pilgrimen arbeitet, die alljährlich die heil. Stadt besuchen und der sie bei ihrer Abreise mit Bibeln und andern Büchern versieht. Es war ein Werk des Glaubens, von dem wir kaum hoffen konnten, Frucht zu sehen; aber jetzt fängt dasselbe an, Mich in einige Verlegenheit zu setzen. Als Carabet vor etwa 7 Jahren hierher

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.