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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 5-6 (1864) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
5-6 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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71 ich ersucht, eine Anzahl Waisenknaben, bereu Eltern ermordet worden waren, in meine Knabenschule zu Jerusalem aufzunehmen; zu dem Ende habe ich jene Schule zu einem Waisen-Asyl gemacht, das gegenwärtig 40 Knaben enthält und für deffen ganzen Unterhalt ich zu sorgen habe. Aber die Wohlthat für diese armen Waisen, daß sie nach biblischen Grundsätzen unterrichtet werden, und Tag und Nacht unter den Augen eines frommen Aufsehers sind, ist so einleuchtend und groß, daß ich fest vertraue, diejenigen von Euch, geliebte Brüder, die meine Schulen so freundlich unterstützen, werden diese Ausgaben für das zeitliche und ewige Wohl dieser lieben Kinder nicht bedauern. Außerdem besuchen noch etwa 16 bis 20 Schüler diese Schule. Vor etwa 2 Monaten wurde in derselben ein öffentliches Eramen gehalten, die Kinder wurden eraminirt über ihre-Kenntniffe in der Bibel, Grammatik, Geographie, Naturgeschichte und Arithmetik, im Englischen und Arabischen, wobei sie eine solche Bekanntschaft mit all diesen Gegenständen an den Tag legten, besonders mit der heil. Schrift, daß alle Anwesenden staunten. Ein englischer Geistlicher war zugegen, der mit Schulen bekannt ist, derselbe sagte, daß er nie einem so befriedigenden Eramen in irgend einer National-Schule in England, besonders in Bezug auf die heilige Schrift, beigewohnt habe. Sechs meiner Lehrer und Unterlehrer sind in dieser Schule erzogen worden. Die deutschen Dtaconissinnen, die fortwährend ein großer Segen für unsere ganze Gemeinschaft sind und für die Mission überhaupt, durch ihre schlichte Frömmigkeit und ihre Liebeswerke bei den Kranken, haben auch eine Pension oder vielmehr ein Asyl, in welchem 50 arme Mädchen Kost und Wohnung erhalten und nach rein christlichen Grundsätzen erzogen werden. Außerdem haben sie auch ein Hospital, in welches sie jetzt jährlich an 400 Kranke aufnehmen, die von dem ausgezeichneten Arzte der Londoner Gesellschaft zur Verbreitung des Christenthums unter den Juden, Dr. Chaplin, unentgeltlich behandelt werden. Hospital und Schule stehen unter der besondern geistlichen Leitung des Pastor Valentiner, dem ausgezeichneten Hirten der deutschen Gemeine hier und in Jaffa, deffen christl. Liebe und thätige Hilfe gegen mich und die Mission überhaupt ich mich gedrungen fühle, hiermit öffentlich anzuerkennen.

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