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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 5-6 (1864) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
5-6 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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doch nicht sofort die erwünschte Frucht erwarten. Wir werden aber durch die Thatsache ermuntert, daß einige junge Leute, die in unfern Schulen erzogen wurden, Zeugniß geben, daß der Same in ihren Herzen und Gewissen Wurzel gefaßt har und sie ein Segen des Landes zu werden versprechen; und im Allgemeinen ziehen die Kinder die biblischen Lektionen jeder andern Beschäftigung vor. Die Gesellschaft zur Verbreitung des Christenthums unter den Juden hat zwei Schulen in Jerusalem, eine für die Knaben und eine für die Töchter der Proselyten, in welche auch jüdische Kinder ausgenommen würden, wenn sie kommen wollten. Die Mädchen haben Wohnung und Kost in der Schule, die mit der Industrie-Anstalt für jüdische Frauen verbunden ist; der Zweck dieser Anstalt ist, sie eine Beschäftigung zu lehren und wenn nicht zu bekehren, doch für das Christenthum milder zu stimmen und sie so für die Aufnahme des Evangeliums vorzubereiten. Ich unterhalte sieben Schulen, nämlich zwei in Jerusalem (eine Knaben- und eine Mädchen-Schule) eine in Bethlehem, eine in Ramleh, eine in Jaffa, eine in Nablus und eine in Rasidia bei Nablus. Die Schule in Ramleh wird außer den Knaben auch von etwa 20 Mädchen besucht und von 5 oder 6 in Bethlehem; die anderen Schulen werden nur von Knaben besucht. Der Schulbesuch ist leider unregelmäßig, hauptsächlich auö folgenden zwei Ursachen. Die eine ist, daß die Eltern, den Werth der Erziehung noch nicht erkennend, ihren Kindern nicht nur erlauben aus der Schule wegzubleiben, wenn sie wollen, was glücklicher Weise nicht viel auf sich haben würde, sondern daß sie zu gewissen Zeiten des JahreS dieselben mit Gewalt von der Schule zurückhalten, um einer geringen Arbeit willen, die sie thun können. Die andere Ursache ist, daß die Geistlichen der heimathlichen Kirchen von Zeit zu Zelt schroffer gegen diese Schulen auftreten und die Eltern veranlassen ihren Kindern zu verbieten, die Schulen zu besuchen, die sie bisweilen heretische, bisweilen Bibel - Schulen nennen. Die höchste Zahl der Kinder beiderlei Geschlechts, die meine Schulen besuchen, war zu einer Zeit während dieses Jahres ohngefähr 240 und die niedrigste etwa 150. Nach dem Blutbade der Christen am Libanon, in Damaskus u. s. w. wurde

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