Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 3-4 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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SS auf das Uebrige, auf die ganze Art und Weife, wie er sich mit dem Christenthume auseinander zu setzen sucht. Wir aber müssen sagen, ein Jude, der Angesichts solcher Zeugnisse nichts weiß von einer Erlösung Israels, und der keine andere Versöhnung kennt, als eine solche, die er sich selbst macht, ist nicht einmal der Mann, der das Zudenthum darstellen und beurtheilen kann, geschweige d-S Christenthum. Durch solche Abhandlungen bekundet der Vers, entweder seine große Unwissenheit mit dem alten und neuen Testamente oder seine Feindschaft gegen die geyffenbarte Religion; nun und nimmermehr aber wird er zum Ritter am Christenthume werden. Dasselbe hat andere Widersacher, wissenschaftlichere Kritiker gegen sich auftreten sehen und sie sind zu Schande» geworden, das Christenthum aber bestehet und wird bestehen und es gilt noch heute das Wort: „Siehe dieser — Jesus Christus — wird gesetzt zu einem Fall und Auferstehen Vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird;" und abermal: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden; welcher auf diesen Stein fällt, der wird zerschellen, auf welchen aber er fällt, den wird er zermalmen." Zirm Schluffe kommen wir auf unfern Ausgangspunkt zurück: Der Herr unser Heiligthum. Wenn nach dem Vorangehenden die religiösen Zustände unter den Juden im Ganze» und Allgemeinen ein trauriges Bild darstellen, so dürfen wir darum nicht zagen oder gar verzagen. Schon der Umstand, daß die Judenschast so einig ist in Bekämpfung der christlichen Mission, ist ein Ermunterungsgrund; denn sie würde wahrlich in ihren so verschiedenen Organen nicht so einmüthig mit allerhand Waffen gegen die Mission zu Felde ziehen, wen« dieselbe spur- und erfolglos wäre. Ei» kräftigerer Trost aber und eine stärkere Ermunterung als die Opposition der Jtlden ist das Bewußtsein, daß der Herr unser Heiligthum ist. In diesem Heiligthum wollen wir auch stets neue Stärke, Lehre, Trost, Zurechtweisung und Alles suchen, was wir bedürfen. In diesem Heiligthum wollen wir auch die rechte Liebe zu Israel lernen, die einerseits fest und scharf und entschieden zeugt gegen allen Unglauben und Aberglauben, gegen alle „Bibelschänderei," Verdrehung und Verfälschung der Schrift, gegen alle un- und antibiblische Reform, wie gegen alle