Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 3-4 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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u keineswegeS so rach, und trostlos, wie Dr, PH. es darzustellen sucht. Hs sagt allerdings r der Glaube ist nicht Zedermannes Ding 2. Theff. S, 2; wir bekennen, daß wir nicht aus eigener Vernunft und Kraft an Jesum Christum, unsern Herrn glauben oder zu ihm kommen können, sondern daß uns der heilige Geist dazubringt. JesuS Christus selbst sagte zu den Juden: „Das ist Gottes Werk, daihr an de» glaubet, den er gesandt hat." Joh. 6, 29. Aber mit einer solchen Erkärung läßt das Christenthum den armen Menschen, der gern glauben möchte, nicht ohne Antwort und ohne Tröstung; sondern es weist ihn eben damit an die rechte Quelle und an die rechte Stelle, nämlich zu Gott selbst, der der Urheber, der Anfänger und Vollender des Glaubens, so wie der Geber aller guten und vollkommenen Gaben ist und der auch jederzeit einem Jeden gern Alles giebt, um was wir armen Menschen ihn bitten; denn die Schrift bezeugt von ihm: „Du erhörest Gebet, darum kommt alles Fletsch zu dir" Ps. 65, 3 und Er selbst hat gesagt: „Rufe mich an in der Noth, so will ich dich erretten" Ps. 56, 15; und abermal; „Ehe sie rufen, will ich antworten; wenn sie noch reden , will ich hören." 3es. 65, 2s. Wie vr. PH. in seiner Abhandlung, die doch, wie er sagt, mit „freier wissenschaftlicher Untersuchung" geschrieben sein soll, behaupten kann, das Judenthum spreche von Versöhnung, das Christenchum von Erlösung, würden wir nicht verstehen, wenn nicht seine „verbissene Polemik" den Schlüssel zum Verständniß lieferte; diese Polemik aber macht es ihm unmöglich, der Wahrheit die Ehre zu geben. Denn es gehört wahrlich keine besondere und große Wissenschaftlichkeit dazu, um aus dem neuen Testamente herauszusinden, wie stark grade die Lehre von der Versöhnung betont wird. Wir wollen auS den vielen Stellen, in denen von derselben die Rede ist, nur die eine anführen 2. Cor. 5, 18 — 26, die also lautet: „Gott hat uns mit ihm selber versöhnet durch Jesum Christum, und das Amt gegeben, dqs die Versöhnung prediget. Denn Gott war in Christo und versöhnet« die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. So sind wir nun Botschafter an Christi Statt,