Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 3-4 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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51 Hastigkeit frei und Gott mit ihm versöhnt." Allerdings ist diese Versöhnungslehre von der christlichen so verschieden, wie Licht von Finsterniß, und wir werden gern zugeben, daß, wenn die eine Lehre wirklich Versöhnung sein und genannt werden kann,, der andern diese Bezeichnung abgesprochen werden muß. PH. erklärt sich daher auch des Weiteren über seine Behauptung, indem er sagt: „Das Christenthum nennt die Rückkehr zu Gott und die Vergebung der Sünden — Erlösung. Auf die Pforte dieser Erlösung hat es das erschütternde Wort geschrieben: „„Wer da glaubt, der wird selig werden, wer aber nicht glaubt, der wird verdammet werden"" u. s. w." Welch eine Begriffsverwirrung herrscht hier bei vr.P h.; die er aber nicht in sich findet, sondern dem Christenthum aufbürdet. Weiß denn nicht jedes Kind, daß die Erlösung eine Gnadenthat Jesu Christi ist, dagegen „die Rückkehr zu Gott und die Vergebung der Sünden" nur auf Grund der geschehenen Erlösung erfolgt, aber nicht die Erlösung selbst ist? Und sagt nicht PH. im Widerspruch mit seinen eben angeführten Worten eben dasselbe, wenn er auf derselben Seite 643 weiter bemerkt: „Wir wollen nur constatiren, daß das Christenthum die Vergebung der Sünden und die Versöhnung mit Gott allein durch dieses Erlösungöwerk seines Stifters ermöglicht und von dem Glauben daran bedingt lehrt." Und was hören wir nun zugleich in diesen letzten Worten? Eben das, was der Verfasser dem Christenthum in Thesi stillschweigend abgesprochen, die Versöhnung, muß er in der Ausführung und Begründung demselben zuerkennen. — Der Ausspruch des neuen Testaments: „Wer da glaubt, der wird selig werden" u. s. w. ist 0r. PH. ein so „erschütterndes Wort," daß er dasselbe gern als ein höchst verwerfliches darstellen möchte und er fragt daher unter Anderem: „Wie aber, wenn der nach Gott verlangende Mensch zu diesem Glauben nicht kommt, nicht kommen kann, weil sein ganzes geistiges Wesen, die ganze Entwickelung seiner Geisteskräfte, alles, was er für wahr und recht hält, aus seiner innersten Natur heraus und aus der heil. Schrift Jraels für wahr und recht erkannt hat, sich dagegen sträubt? ,.. Das Ehristenthum hat hierfür keine Antwort, hierauf keine Tröstung." Wir wollen vr. PH. nicht mit einer solchen Gegenfrage, antworten, daß 4*