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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 3-4 (1864) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
3-4 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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49 Sühnopfer dargebracht werden; für einen Mann ein Hahn, für eine Frau ein Huhn und für eine schwangere Frau ein Hahn und ein Huhn wegen des Kindes , wobei derjenige, der dies Sühnopfer darbringt, dasselbe um sein Haupt schwingt und die Worte spricht: „Dieses ist mein Stellvertreter, dieses ist meine Auswechselung, dieses ist mein Sühnopfer; dieser Hahn geht in den Tod; ich aber möge eingehen zu einem glücklichen und langen Leben und zum Frieden" —? Seit welcher Zeit hat sich denn das Judenthum nicht mit dem Lehrsatz von der großen Gnade Gottes begnügt und warum konnte und wollte es sich nicht damit begnügen? Ehrlich gesagt, find das leere, hohle Phrasen, zu deutsch reine Erfindungen. Denn nicht das Judenthum hat den Versöhnungstag eingesetzt, sondern derselbe Gott, der das große Trostwort gesprochen: Herr, Herr Gott, barmherzig und gnädig u. s. w. der und kein Anderer hat auch den Versöhnungstag eingesetzt, wie 3. Mos. 16. c. 17, 11. 23, 26 re. 4 Mos. 29, 7 ic. zu lesen ist. Wenn wir aber diese Zeugnisse Moses mit der Darstellung in der Judz. vergleichen, so werden wir finden, daß die Versöhnung etwas ganz Anderes ist. Moses redet auf Befehl und Anweisung Gottes ausführlich und wiederholt von der Versöhnung und dem Versöhnungstage; er kennt aber keine andere Versöhnung als die der Hohepriester zu verrichten hat, indem er mit dem Blut des Opfers am Versöhnungstage in das Allerheiligste geht und mit diesem Blut gegen den Gnadenstuhl sprengt. Also soll der Hohepriester versöhnen sich und sein Haus und die ganze Gemeine Israel 3. Mos. 16, 17. In V. 32 wird ausdrücklich gesagt: „Es soll aber solche Versöhnung thun ein Priester, den man geweihet, und deß Hand man gefüllet hat zum Priester an seines Vaters Statt... Und soll also versöhnen das heilige Heiligthum, und die Hütte des Stifts, und den Altar, und die Priester und alles Volk der Gemeine." Gott der Herr, der den Versöhnungstag für Israel eingesetzt hat, giebt keinen andern Weg zur Versöhnung an, als durch das Blut des geschlachteten Opfers und darum sagt er 3. Mos. 17,11 ausdrücklich, klar und deutlich; „Des Leibes Leben ist im Blut, und ich habe es euch zum — eigentlich: auf den — Altar gegeben, daß eure Seelen damit versöhnet werden. Denn 4

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