Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 3-4 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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41 der Diakonissen, der Kranken-, Armen- und Kinderpflege bekenne, daß der Segen, der darauf ruht, auch den blindesten Augen erkennbar wird. Während noch kurz zuvor die Türken jubelten: „Wie süß ist es Christen zu morden! Wir haben gesiegt, sie sind geflohen vor der Macht Muhamedö!" da haben im vorigen Jahre mehr als 100 Muhamedaner, von schwerer Krankheit heimgesucht, zu dem christlichen Diakonissenhause ihre Zuflucht genommen, 50 Kinder aus ihnen sind von den Schwestern unterrichtet worden. Und als mitten in der Blatterseuche, die über Jerusalen die Sichel des Todes schwang, unsere Anstalt von Gottes Fittigen wunderbar gedeckt wurde, da wurde selbst ein Bekenner des Islams zu dem Ausmf gezwungen: „Wir sehen, daß die Hand Gottes schützend waltet über eurem Hause!" So besiegt die opferfteudige Liebe immer mehr feindliche Herzen, daß sie willig und freudig herzuströmen, und mit der Krankheit des Leibes auch gar Vielen zur Genesung der Seele durch Gottes Wort geholfen wird. Wer möchte da leugnen, daß der Herr doch nicht gesonnen ist, seine Tochter Zion zu lassen? Nachdem Er aber so viel Liebes an sie gewendet hat, da wird Er auch stärker und stärker den Ruf der Rückkehr an die Kinder des Hauses ergehen lassen. NI. Er führet die Kinder zur Stadt der Väter zurück. „ Kehret um, ihr Kinder Israels, die ihr sehr abgewichen seid." Wer fühlt sich nicht mit Banden der Liebe an seine Heimat gebunden? Wer wäre nicht mit tausend Wurzeln in den heimischen Boden festgewachsen! Jede Pflanze sehnt sich nach ihrer Muttererde und jedes Menschenherz trägt sich mit Heimweh nach den Stätten der Jugend. Wie ist es um Dein Heimweh, Du, in der Verbannung zerstreutes Volk, bestellt? Bist Du würdig Deiner Väter, die das Haupt zur Brust gesenkt, an den Wassern zu Babel saßen, ihre Harfen hingen an die Weiden und nicht singen wollten im