Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 3-4 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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37 Darum hat Gott auch eine Zeitlang die Stadt unter seinen Fluch beschlossen, und sie zertreten lassen von den Heiden , daß kein Stein auf dem andern geblieben ist, so hat er, der in seinem Sohne allen Fluch in'Segen gewandelt hat, auch von Zion seine Hand nicht abgezogen immer und ewiglich. Und so stimmet ein in unfern heutigen Festruf, der sich gründet auf des Propheten Wort: „Der Herr lasset sein Zion nicht." 1) Der Herr kämpfet auf Zion mit den Waffen deS Glaubens, 2) Er deckt Zion mit Fittigen der Liebe, 3) Er führt die Kinder zur Stadt der Väter zurück. Du heiliger Herr und Gott, der Du Jemsalem willst schaffen zur Wonne und ihr Volk zur Freude, laß auch uns Jerusalem im Herzen sein. Erwecke in uns eine heilige Lust, zu bauen an ihren Mauern, damit Deine Verheißungen bald ihre glorreiche Erfüllung finden und um das Panier des Kreuzes, das siegreich wehet von den Zinnen der hochgebauten Stadt, sich schaaren die Auserwählten aus Juden und Heiden, um darzubringen Lob, Preis und Anbetung dem Lamme, das erwürgt war, jetzt aber lebet und regieret zur Rechten Deiner Majestät in der Höhe von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. I. Der Herr kämpfet zu Zion mit den Waffen des Glaubens. Wohl nennet sich Rom, das durch Menschenhand gegründet, durch Kriegsmacht groß geworden, durch Klugheit zu dauernder Herrschaft erhoben ist, genau der Mittelpunkt des Erdkreises, die ewige Stadt. Soll Jerusalem an diese Mächtige der Erde seinen Ruhm abtreten? Der Kleinglaubc wagt nicht daran zu zweifeln. Die Mannschaft Babylons und Assurs haben die Stadt wüste gelegt und ihre Söhne und Töchter gebunden fortgeführt. Rom's Kriegerschaaren sind, wie Heuschrecken über ein reifes Erndtefeld, über die Stadt, nachdem sie den Fürsten des Lebens getödtet, herangebraust, und haben die Gerichte Gottes an ihr vollzogen.