Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 3-4 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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36 zu einem Sprichwort und Spott geworden sind unter allen Völkern, da der Herr sie hingetrieben hat, — für diese Stadt vermag ich mich nicht zu begeistern. Israel wollte den Fluch haben, so ist er über ihn gekommen. Israel wollte des Segens nicht, so wird er auch fern von ihm bleiben! Spricht nicht der Herr selbst zu dem oft vermahnten, vielgerufenen, gnädiggeleiteten, süß angelockten Zion: ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus soll wüste gelassen werden! Ihr habt ein Recht, also zu sprechen. Schier stände ich wehrlos eurem Angriff auf unsere Jerusalemsliebe gegenüber, wenn nicht der schwarze Schatten, den so viele Drohungen über Jerusalem werfen, aufgehellt würde durch das Morgenroth der Verheißung, da der Prophet Jesaias verkündet (60, 1—3): „Mache Dich auf, werde Licht; denn Dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über Dir. Denn siehe Finsterniß bedeckt das Erdreich, und Dunkel die Völker; aber über Dir gehet auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über Dir. Und die Heiden werden in Deinem Lichte wandeln, und die Könige im Glanze, der über Dir aufgeht." Wie über Jerusalem schon einmal aufgegangen ist der Morgenstern der Gnade und die Sonne der Gerechttgkeit, als die lieblichen Füße des Friedensboten, des einigen Mittlers zwischen Gott und Volk, auf dem heiligen Zion wandelten, wie Jemsalem durch die göttlichen Thaten der Erlösung geworden ist für alle Völker zu der Bergesstadt, nach der die Augen des Glaubens ausschauen, um von da die ewige Hilfe zu erharren, wie Jemsalem dereinst erkoren zu dem großen Altar, darauf das immerdar gültige Opfer der Versöhnung gebracht worden ist, so wird die Verheißung des Propheten sich noch einmal aufs Neue erfüllen am Ende der Tage, da die Sttöme lebendigen Wassers, die von Golgatha aus gestoffen, über den ganzen Erdkreis sich verbreitet haben und Israel sammt der Fülle der Heiden zu hellen Haufen hinaufpilgern wird nach der Stadt Gottes, die fein lustig bleiben soll mit ihren Brünnlein, weil die heiligen Wohnungen des Höchsten darinnen sind.