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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 3-4 (1864) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
3-4 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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35 Predigt am Zerusalemsfeste 1864. Tert: Jesaias 31, 4—6. So spricht der Herr zu mir: Gleichwie ein Löwe brüllet über seinem Raube, wenn der Hirten Menge ihn anschreit, so erschrickt er vor ihrem Geschrei nicht, und ist ihm auch nicht leid vor ihrer Menge; also wird der Herr Zebaoth herniederfahren, zu streiten auf dem Berge Zion und auf seinem Hügel. 5. Und der Herr Zebaoth wird Jerusalem beschirmen, wie die Vögel thun mit Flügeln, schützen, erretten, darinnen umgehen und aushelfen. 6. Kehret um, ihr Kinder Israels, die ihr sehr abgewichen seid. In Jesu Christo geliebte Festgemeinde! Seit einer Reihe von Jahren versammelt sich ein Bruchtheil unsrer evangelischen Bevölkerung in diesem Gotteshause, um dem Herrn zu danken für seine Treue und zu Ihm zu beten um weiteren Schutz und Segen zu dem Werke, das begonnen von dem Könige, den der himmlische König schon in sein neues Jerusalem, das droben ist, ausgenommen hat, dazu berufen scheint, die gefallenen Mauern Zions wieder aufzurichten und die Finsterniß des Fluches, der über die mit dem Blute des unbefleckten Lammes befleckte Stadt sich gelagert, allgemach durch das Licht des lauteren Evangeliums zu überwinden. Ein Jerusalemsseft feiern wir! Warum feiern so Viele, die im Herzen ein freudiges Heimweh nach dem himmlischen Jerusalem verspüren, nicht mit uns? Warum ist die Zahl der Vereine noch so gering? Warum ist die heimische Arbeit für das ferne Jerusalem nicht wie ein Netz über die evangelische Christenheit ausgespannt? Da meinst Du vielleicht, lieber Bruder, ich liebe meinen Heiland wol nicht minder als Du, aber für die Stadt, die das Blut des Gerechten auf ihrer Kinder Haupt herabbeschworen, für die Stadt, über welche Gott selbst den Samen seines Fluches ausgestreut, so daß die Dornen der Verwüstung und die Disteln der Verödung auf den Trümmern ihrer Mauern wachsen, für die Stadt, deren Bürger 3*

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