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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 1-2 (1864) · page 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
1-2 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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27 die an „talmudischen Sentenzen" so gern „Ausstellungen machen sollen, einen Streich zu versetzen, geschieht es ja doch von diesen liebevollen und toleranten Herren nur mit einem aus der „Blumcnlese" entnommenen Sträußchen; nur schade, daß der Streich nicht die Missionäre trifft, sondern seine Urheber, da diese es sind, die sich durch ihre Verdrehung ralmudischer Sentenzen offenbare Ausstellungen zu Schulden kommen lassen. — Wenn aber der Schreiber jener „Blumenlese" mit dem Wunsche schließt: „Möge ihnen — Israel — dieser Ruhm — der Einigkeit — ungetrübt bleiben," so muffen wir sagen, daß wir in einem solchen Wunsche keinen Segenswunsch erkennen können^ denn Israel ist nun einmal nicht einig, sondern sehr uneinig, und wer ihnen wünscht, der Ruhm der jetzigen Einigkeit möge ihnen ungestört bleiben, der wünscht nur, daß die bestehende Uneinigkeit und Feindschaft der verschiedenen Parteien erhalten bleiben möge. Wir wünschen vielmehr von Herzen, daß der gegenwärtige, traurige Zustand der Zerrüttung bald ein Ende nehmen möge und daß sie zu der herrlichen uud seligen Einigkeit und Einheit gelangen unter dem sanften Stabe des einigen guten Hirten, wie der Prophet Hesekiel im Kap. 37 weissagt: „So spricht der Herr Herr: Siehe ich will die Kinder Israel holen aus den Heiden, dahin sie gezogen sind; und will sie allenthalben sammeln und will sie wieder in ihr Land führen. Und will ein einiges Volk aus ihnen machen im Lande auf dem Gebirge Israel und sie sollen allesammt einen einigen König haben und sollen nicht mehr zwei Völker, noch in zwei Königreiche zertheilt sein: sollen sich auch nicht mehr verunreinigen mit ihren Götzen und Greueln und allerlei Sünden. Ich will ihnen heraus Helsen aus allen Orten, da sie gesündiget haben; und will sie reinigen, und sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein. Und mein Knecht David soll ihr König, und ihr aller einiger Hirte sein, und sollen wandeln in meinen Rechten, und meine Gebote halten und darnach thun. Und sie sollen wieder im Lande wohnen, das ich meinem Knechte Jakob gegeben habe, darinnen eure Väter gewöhnet haben. Sie und ihre Kinder und Kindeskinder sollen darinnen wohnen ewiglich; und mein Knecht David soll ewiglich ihr Fürst sein. Und ich will mit ihnen einen Bund des Friedens

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