Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 1-2 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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zu nehmen, dem es vielmehr als einem Wahrheitsforscher nur darum zu thun war, um mich talmudisch auszudrücken, den Scherben zu erheben, um die Perle darunter zu finden; es ist der Verfasser des D’IDN Daselbst heißt es Seite 8: Für Mensch, Mann, giebt eS im Hebräischen mehrere Ausdrücke, alS: □1K, V'8, und VH Letztere haben eine Mehrheit: Jfchim, Geburim, Anuschim, nur Adam hat keine Mehrheit. Vorstehender Spruch will demnach auf die Belehrung hindeuten: Was ein Volk auszeichnet, was seinen größten Vorzug und den höchsten Adel ansmacht, ist die unter seinen Mitgliedern herrschende Einigkeit, daß ste alle für einen stehen, während Zerwürfniß und Spaltung bei hervorragendsten Talenten und Wissenschaften und in Künsten, bei erfolgreichsten Erfindungen in Industrie und Gewerbe ein Volk zu Grunde richten. Bei Israeliten scheint eS, Gott sei Dank, bisher fich noch bewährt zu haben, daß ein Sinn und Geist sie alle beherrscht, die Freude eines Israeliten im Osten röthet die Wange eines Israeliten im Westen, und der Hülferuf eines Israeliten im Norden bleibt nicht unerhört bei einem Israeliten im Süden, deshalb machen ste einen Körper und eine Seele und trifft ste die ehrenvolle Bezeichnung Adam, was keine Mehrheit aunimmt. Möge ihnen dieser Ruhm ungetrübt bleiben," — Zunächst bemerken wir, daß die zu Anfänge dieser „Blumenlese" angeführten hebräischen Worte zu Deutsch lauten: „Ihr werdet Menschen genannt, aber nicht die Völker der Welt u. s. w;" es wird auch angezeigt, wo die Worte im Talmud zu finden sind. Ob aber der Verfasser des „Olelvth Ephraim“ sich als „Wahrheitsforscher" legitimirt hat, wenn er die gehässige Gesinnung der Talmudisten, wie sie sich in der angeführten Schrifterklärung kundgiebt, wegleugnen, vertuschen, wegdeuteln will, indem er dem fatalen, so oft wiederkehrenden „Spruch" einen so blumigen Sinn, nicht zu sagen Unsinn, zu geben beflissen ist, überlassen wir sogar getrost dem „unpartheiischen" Urtheil des Herrn vr. Philippson, des Herausgebers des „Jüdischen Volksblattes," der ja bekanntlich zn seinem Wahlspruche hat: „Wahrheit, Recht und Liebe," wenn er auch in seinen Schriften so Manches für Wahrheit ausgiebt, wovon er